109001 Pasolinis Visionen. Bilder des Aufbruchs, der Zerstörung und der Hoffnung
Wintersemester 2011/2012 | Stand: 02.09.2011 | LV auf Merkliste setzen109001
Pasolinis Visionen. Bilder des Aufbruchs, der Zerstörung und der Hoffnung
VO 2
5
wöch.
keine Angabe
Deutsch
Eine Annäherung an das Leben und Werk von Pier Paolo Pasolini zeigt, dass die Vision bzw. das Element des Visionären, einen durchaus zentralen Stellenwert einnimmt. Pasolini war Zeit seines Lebens ein Visionär und das nicht in einem naiven, sondern durchaus pragmatischen Sinn. Die Vision, als Anschauung aber auch als Traum verstanden, kann bei PPP als fundamentales Stilelement verstanden werden. In seinen Filmen zum Beispiel, greift er immer wieder seine eigenen Visionen und Träume auf und bettet diese in die Figuren bzw. Filmhandlungen ein. Man denke an Ettores Traum in Mamma Roma (1962), an die nächtlichen Visionen des Schülers von Giotto di Bondone im Decameron (1971) oder an die mystische Verzückung und Levitation der Haushälterin Emilia in seinen 1968 gedrehten Film Teorema.
Es ist hier nicht der geeignete Ort Pasolinis Visionen bis ins Detail inhaltlich zu beschreiben – schließlich soll dies im Laufe der diversen Veranstaltungen geschehen. Dennoch ergeben sich einige Fragen, die in diesem Zusammenhang eine annährende Orientierung geben sollen. Sind Pasolinis Visionen unlängst Geschichte(n) vergangener Zeiten oder sind sie noch aktuell? Endet Pasolinis Gesellschaftskritik mit dem Ende der so genannten „anni di piombo“ in Italien? Ist Pasolini ein „apokalyptischer Denker“? Inwieweit haben sich PPPs Kritiken an der manipulativen Macht des Fernsehen, der Medien im Allgemeinen und des Massenkonsums bewahrheitet? Worin besteht der innere Zusammenhang in seinem Werk zwischen Ästhetik und Gesellschaftskritik? Fragen, die nochmals weitere Fragen aufwerfen und ausführlicher im Rahmen dieses Themenschwerpunktes erörtert werden sollen.
05.10.2011: Reinhold Zwick: Zwischen Marxismus und politischem Christentum. Pier Paolo Pasolini und die Religion
12.10.2011: Helmut Groschup: Pier Paolo Pasolini 3 Welten
19.10.2011: Marco Russo: Das Verborgene wird offenbar, und das Geheime kommt ans Licht:Posthistorie und Apokalypse bei Pier Paolo Pasolini
09.11.2011: Gustavo Corni: Italien wird modern. Pier Paolo Pasolini als Beobachter und Kritiker
16.11.2011: Virgilio Fantuzzi: "Il Vangelo secondo Matteo" il film che Pasolini non voleva fare
23.11.2011: Barnaba Maj: Pasolini und die "große Veränderung": Ästhetik und Politik in der italienischen Gesellschaft der Nachkriegszeit (1946-1975)
30.11.2011: Klaus Theweleit: Faschismus, Antifaschismus, Konsumkritik, Salò
07.12.2011: Pierpaolo Antonello: Pasolini and Mimetic Anthropology
14.12.2011: Paola Ludovika Coriando: "L'espressione essenziale". Wesen und Grenzen des Schauspiels in Pasolinis Teorema
11.01.2012: Angelo d'Orsi: Gramsci, Virgilio di Pasolini
18.01.2012: Vittoria Borsò: Im Angesicht des Nicht-Sagbaren und Nicht-Sichtbaren: Salò oder das Ende des cinema di poesia
25.01.2012: Andreas, Kriwak: Psychologie, Psychoanalyse und Vaterkonflikt
01.02.1012: Roberto, Olla: Pasolini, petrolio e potere
Ringvorlesung mit wöchentlich wechselnden ReferentInnen aus unterschiedlichen Disziplinen
Themenbezogene schriftliche Abschlussarbeit.
Pasolini, Pier Paolo: Wer ich bin – mit einer Erinnerung von Alberto Moravia. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1999.
Schwenk, Bernhart/Semff, Michael (ed.): Pier Paolo Pasolini and Death (Publikation zur gleichnamigen Ausstellung, Pinakothek der Moderne, München), Hatje Cantz, 2009.
Parallel zur Lehrveranstaltung findet eine Filmretrospektive mit allen großen Pasolini-Filmen im Leokino statt, bei der monatlich zwischen Oktober und Januar drei bis vier Filme ausgestrahlt werden. Die angemeldeten Studierenden der Ringvorlesung können diese Filme kostenlos besuchen. Alle Daten finden Sie auf der Homepage: http://www.uibk.ac.at/italienzentrum/projekt-pasolini/
Sind die Vorträge in italienischer Sprache angekündigt, so wird für eine schriftliche oder mündliche Übersetzung ins Deutsche gesorgt.
Beginn: 05.10.2011
Beginn: 05.10.2011
- Katholisch-Theologische Fakultät
- Diplomstudium Katholische Fachtheologie laut Curriculum 2009 (300 ECTS-AP, 10 Semester)
- Bachelorstudium Katholische Religionspädagogik laut Curriculum 2009 (180 ECTS-AP, 6 Semester)
- Philosophisch-Historische Fakultät
- Interfakultäre Studien und interdisziplinäres Angebot
Gruppe 0
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Datum | Uhrzeit | Ort | ||
Mi 05.10.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 12.10.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 19.10.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 09.11.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 16.11.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 23.11.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 30.11.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 07.12.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 14.12.2011
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 11.01.2012
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 18.01.2012
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 25.01.2012
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei | |
Mi 01.02.2012
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18.00 - 19.30 | MS (Theologie) MS (Theologie) | Barrierefrei |