222001 Eschatologie
Wintersemester 2000/2001 | Stand: 31.03.2000 | LV auf Merkliste setzen222001
Eschatologie
VO 2
wöch.
keine Angabe
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Gemäß der inkarnatorischen Logik begleitet Gott das menschliche Leben unentwegt, wenn auch meistens "unausdrücklich und anonym". Demnach würde das Programm der Eschatologie darin bestehen, Hoffnungen und Ängste des Menschen so darzustellen, daß sie eingebunden werden in die Geschichte der Identifikation Gottes mit den Menschen. Gleicht dies aber nicht einem Torso? Spiegeln die Ängste und Hoffnungen schon automatisch die "Wahrheit" , oder stellen sie nicht den Inbegriff der Verdrängungen und Verzerrungen dar? Die Geschichte der "Eschatologie" zeigt, daß ihre Aussagen dies auch tun: Sie pendeln zwischen den Extremen der Theologisierung des Evolutionsdenkens und der Verklärung des Untergangs. Trotzdem muß die Systematik immer wieder die Frage nach den "Spuren Gottes" im Kontext dieser Hoffnungen aufwerfen.
Vorlesung
Kolloquium oder Fachprüfung
Alternative zum Vorlesungsstoff:
- Schwager, R.: Eschatologie (Vorlesungsmanuskript). Innsbruck 1992
- Nocke, F.-J.: Eschatologie. In: Handbuch der Dogmatik 2. Düsseldorf 1992, 377-478
- Niewiadomski, J.: Hoffnung im Gericht. Soteriologische Impulse für eine dogmatische Eschatologie. In: ZKTh 114 (1992) 113-126
- Niewiadomski, J.: Der offene Himmel. Konturen eschatologischer Vorstellungskraft. In: Kanzian, Ch.(Hg.): Gott in allen Dingen finden. Thaur 1998, 100-114
Beginn: Mo 9.10.2000
Mo 11.00-12.30, MS
- Katholisch-Theologische Fakultät