222009 VO Gottes- und Trinitätslehre

Sommersemester 2026 | Stand: 28.11.2025 LV auf Merkliste setzen
222009
VO Gottes- und Trinitätslehre
VO 2
3
wöch.
jährlich
Deutsch

Diese Vorlesung wird Studierende anleiten:
a) ein historisch vertieftes Verständnis der Bedeutung der Lehre der Dreifaltigkeit für die christliche Verhältnisbestimmung von Schöpfer und Geschöpf im Zeitalter des Anthropozän zu entwickeln.
(b) die Wechselbeziehung zwischen trinitarischer Gotteslehre und dem Selbstverständnis der Kirche zu erörtern.
(c) divergierende protestantische, katholische und orthodoxe Ansichten über das Wesen dieser Lehre kritisch zu reflektieren.
(d) Schlüsseltexte und patristische Quellen zur trinitarischen Theologie zu lesen und im Lichte der modernen Wissenschaftsgeschichte wiederzuentdecken.
(e) ein Bewusstsein für die spirituelle Bedeutung dieser Lehre für das christliche Leben angesichts der ökologischen und technikgeschichtlichen Herausforderungen der Gegenwart zu entwickeln.

Grundlegung: Trinität nach dem Paradigmenwechsel anglophoner Theologie

Die Christliche Metamorphose hellenistischer Philosophie

(I) Lex Orandi Lex Credendi

(II) Das christliche Paradox

(III) Die Gottheit des Heiligen Geistes

Der Weg nach Nizäa: Patristische und neuplatonische Quellen

Homoousios: Die Aufklärung der kappadozischen Väter

Apophasis und Häresie:
Die Grammatik orthodoxen Glaubens

Die tritheistische Versuchung: Moderne Alternativen zum apophatischen Paradox

Augustinus vs. Google: Dreieinigkeit als Schlüssel christlicher Anthropologie und Gedächtniskunst

Trinitarische Technikanthropologie: Die Herausforderung des 3. Jahrtausends

Vorlesung.

Mündliche Prüfung.

Allgemeine Informationen zu Prüfungen, Terminen und Anmeldung am Institut auf: https://www.uibk.ac.at/systheol/lehre/pruefungen.html.de.

Katechismus der Katholischen Kirche. Zweiter Abschnitt: Erstes Kapitel: Artikel 1, Absätze 1 und 2; Zweites Kapitel: Artikel 2-7; Drittes Kapitel: Artikel 8.
Johannes Hoff, Von der Doxologie zum trinitarischen Paradox: Das Wahrheitsereignis von Nizäa als Schlüssel zum christlichen Gottesbegriff, in: Nizäa – Das erste Konzil: Historische, theologische und ökumenische Perspektiven, hg. von  Uta HEIL; Jan Heiner TÜCK,  Freiburg - Basel - Wien 2025, 385-422 
Johannes Hoff, Verteidigung des Heiligen. Anthropologie der Digitalen Transformation (Freiburg - Basel - Wien: Herder 2021), 218-228.
Karl Rahner, Grundkurs des Glaubens. Einführung in den Begriff des Christentums (Freiburg – Basel – Wien), Kap. 4 und 5.

Keine.

siehe Termine
Gruppe 0
Datum Uhrzeit Ort
Do 05.03.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 12.03.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 19.03.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 26.03.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 16.04.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 23.04.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 30.04.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 07.05.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 21.05.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 28.05.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 11.06.2026
08.00 - 09.30 SR VI (Theologie) SR VI (Theologie) Barrierefrei
Do 18.06.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Do 25.06.2026
08.00 - 09.30 MS (Theologie) MS (Theologie) Barrierefrei
Gruppe Anmeldefrist
01.02.2026 08:00 - 27.06.2026 23:59
Hoff J.