305256 SE Seminar Law Clinic Aktuelle Fälle im Bank- und Versicherungsrecht für DiplomandInnen

Sommersemester 2026 | Stand: 26.11.2025 LV auf Merkliste setzen
305256
SE Seminar Law Clinic Aktuelle Fälle im Bank- und Versicherungsrecht für DiplomandInnen
SE 2
2
wöch.
semestral
Deutsch

Die Studierenden machen sich mit der juristischen Alltagspraxis in einer Bank oder einer Versicherung vertraut und erlernen zugleich, praktische Problemfälle eigenverantwortlich zu bearbeiten. Da die Bearbeitung des zugewiesenen praktischen Problemfalls in einem Team von vier bis fünf Studierenden erfolgt, wird außerdem der kollegiale Austausch untereinander – der auch für das spätere Berufsleben der meisten Jurist:innen wichtig ist – geübt. Aufgrund der inhaltlichen Einführung, die gleich in den ersten Wochen stattfindet, können die Studierenden ihr Wissen im Bank- und Versicherungsrecht vertiefen und im Verlauf der Law Clinic um entsprechendes Praxiswissen erweitern.

Neben der fallbezogenen Anwendung juristisch-handwerklicher Fertigkeiten lernen die Studierenden auch die wirtschaftlich-unternehmerischen Einsichten kennen, die in der Bank- und Versicherungspraxis stark von Unternehmensjurist:innen verlangt werden. Auch das Zeitmanagement, die Delegation von Aufgaben in einem Team und die Zusammenarbeit mit – wenn auch in fiktiver Form – „unternehmensexternen“ Partner:innen (insb mit Rechtsanwält:innen, wie dies in der Praxis für Unternehmensjurist:innen typisch ist) können erprobt werden.

Aufgrund der Abschlusspräsentation, die am Ende des Semesters vor der Jury gehalten wird, schulen die Studierenden auch ihre kommunikativen Fertigkeiten und Präsentationskompetenzen.

Die „Law Clinic Bank- und Versicherungsrecht“ wird in enger Zusammenarbeit mit dem „Innsbrucker Forum für Bank- und Versicherungsrecht eV“ (www.innsbrucker-forum.at), einem ständigen Kooperationspartner der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, zwei in Innsbruck ansässigen, renommierten Rechtsanwaltskanzleien sowie einer Bank und einer Versicherung organisiert. Die Einbeziehung von erfahrenen Rechtsanwält:innen und von langjährig in der Bank- und Versicherungswirtschaft tätigen Unternehmensjurist:innen ermöglicht den angestrebten Praxisbezug der Lehrveranstaltung.

Zu Beginn der Law Clinic, im Rahmen einer Auftaktveranstaltung, die innerhalb der ersten beiden Semesterwochen stattfindet, werden zunächst zwei Teams ausgelost. Einem der beiden Teams wird ein bankrechtliches Praxisproblem zugewiesen, dem anderen ein versicherungsrechtliches. Sollten die Anmeldewünsche die verfügbaren Plätze (8 bis 10 Studierende) übersteigen, erfolgt eine Auswahl durch die Lehrveranstaltungsleitung.

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung findet eine geblockte inhaltliche Einführung zum bank- sowie zum versicherungsrechtlichen Praxisproblem statt, die die teilnehmenden Studierenden in die Lage versetzen soll, die aufgeworfenen Rechtsfragen gemeinschaftlich im Team zu bearbeiten.

Jedes Team bearbeitet die zugewiesene praktische Fragestellung grundsätzlich eigenständig, erhält aber dabei Unterstützung durch einen/eine anwaltliche/n Betreuer:in sowie von einem/einer Bank- oder Versicherungsjurist:in. Um die beiden Teams auch untereinander zu vernetzen, sind neben der Auftaktveranstaltung und der Abschlusspräsentation zumindest zwei gruppenübergreifende Aktivitäten eingeplant (insb ein Besuch in der Rechtsabteilung der Bank und der Versicherung).

Am Ende des Semesters präsentieren die Studierenden bei der Abschlussveranstaltung ihre Lösung, die sie für das ihnen gestellte Praxisproblem entwickelt haben, einer vierköpfigen Jury. Diese besteht aus Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis. Ein Mitglied gehört dem Obersten Gerichtshof (OGH) an. Den Vorsitz übernimmt ein/e Professor:in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Das Team, das die Jury mit der vorgestellten Lösung mehr überzeugt hat, wird mit gut bezahlten Sommerpraktika (mindestens 1.500 Euro brutto pro Monat) in einer Rechtsabteilung einer Bank oder Versicherung in Innsbruck oder Wien belohnt.

Die „Law Clinic Bank- und Versicherungsrecht“ will die Brücke zwischen der klassischen universitären Wissensvermittlung, dem Verstehen und der (praktischen) Anwendung des Erlernten schlagen. Die Wissensvermittlung findet gleich zu Beginn der Lehrveranstaltung statt. In dieser (frühen) Phase soll den Studierenden das erforderliche Spezialwissen im Bank- und Versicherungsrecht vermittelt werden. Im Austausch im Team, mit den betreuenden Rechtsanwält:innen und Unternehmensjurist:innen kann das während der Einführung Erlernte wiederholt und vertieft werden. Da die Studierenden mit einem konkreten Praxisproblem konfrontiert werden, ist sichergestellt, dass sie das erlernte Fachwissen mit einer Rechtsfrage in Bezug setzen, die sich so gerade für die beteiligte Bank oder die Versicherung stellt. Die Rechtsanwendung wird damit zum immanenten Bestandteil der Lehrveranstaltung. Durch die den Abschluss der Lehrveranstaltung bildenden Präsentationen wird das von Studierenden zwischenzeitlich erworbene (Praxis-)Wissen dokumentiert und gesichert.

Aus (lern-)methodischer Perspektive zeichnet sich die „Law Clinic Bank- und Versicherungsrecht“ durch große Vielfalt aus; insb die nachfolgenden Methoden gelangen in der Lehrveranstaltung zum Einsatz:

  • Gruppenarbeit
  • Referate/Präsentationen mit Diskussion
  • Problembasiertes Lernen
siehe Termine
Gruppe 0
Datum Uhrzeit Ort
Di 03.03.2026
10.30 - 12.00 Bibliothek EVIP Bibliothek EVIP Barrierefrei
Di 10.03.2026
10.30 - 12.00 Bibliothek EVIP Bibliothek EVIP Barrierefrei
Gruppe Anmeldefrist
01.02.2026 00:00 - 02.03.2026 23:59
Kronthaler C., Laimer S.