418531 VU Ethik und Governance

Wintersemester 2026/2027 | Stand: 11.06.2026 LV auf Merkliste setzen
418531
VU Ethik und Governance
VU 2
5
Block
jährlich
Englisch

Die Studierenden sind in der Lage, Prozesse der Digitalisierung und Datafizierung und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für das gesellschaftliche Leben zu beurteilen und kritisch zu reflektieren. Sie verfügen über die Kompetenz zur eigenständigen Formulierung von übergreifenden und kontextbezogenen Fragestellungen und Schlussfolgerungen in den Bereichen Ethik, Recht und Governance. Sie verfügen über ein fortgeschrittenes Verständnis sozialer, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Aspekte von Prozessen der Digitalisierung und Vermessung der Gesellschaft. Die Studierenden sind in der Lage, digitale Methoden und Daten ethisch begründet zu erfassen, kritisch zu reflektieren und sowohl mit Expertinnen und Experten als auch mit Laiinnen und Laien zu diskutieren.

Der Kurs bietet eine interdisziplinäre Einführung in die rechtlichen, ethischen und governancebezogenen Aspekte der Medien in den heutigen digitalen Gesellschaften. Er gliedert sich in vier Hauptbereiche. Zunächst werden zentrale erkenntnistheoretische und ethische Herausforderungen untersucht, die sich aus digitalen Technologien ergeben, darunter technologische Normativität, Intransparenz und die wechselseitige Beziehung zwischen Wissenschaft und Werten. Zweitens analysiert er den europäischen Rechtsrahmen – insbesondere den AI Act, den DMA und den DSA – mit besonderem Fokus auf den Schutz der Grundrechte und die Verletzlichkeit des Menschen. Drittens führt der Kurs in das Konzept der Governance und dessen Hauptmerkmale ein und gibt einen Überblick über wichtige normative Ethiktheorien wie Konsequentialismus, Deontologismus und Tugendethik sowie deren Anwendung im Medienkontext. Schließlich befasst er sich mit Rhetorik und Argumentation, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, wie Überzeugungspraktiken die Kommunikation in digitalen Räumen prägen und welche potenziellen Risiken mit Fehlinformationen und Online-Diskursen verbunden sind.

Der Kurs zielt darauf ab, sowohl die Interaktion zwischen den Studierenden als auch kritisches Denken zu fördern. Zu diesem Zweck besteht der Kurs nicht ausschließlich aus Vorlesungen, sondern umfasst auch Präsentationen, Diskussionen und Schreibübungen (d. h. die Erstellung von Hausarbeiten).

Vorbereitung, Mitarbeit und aktive Teilnahme am Unterricht (30%), zwei Hausarbeiten (jeweils 15% = 30%), eine mündliche Abschlussprüfung (40%)

Die Literatur wird zu gegebener Zeit zur Verfügung gestellt

siehe Termine
  • SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen