618022 SE Kunstgattungen II: Körperkonzepte in sozialistischer und postsozialistischer Kunst
Sommersemester 2026 | Stand: 03.12.2025 | LV auf Merkliste setzenVertiefung und selbständige Anwendung kunsthistorischer Methoden anhand ausgewählter Beispiele aus der Thematik der Lehrveranstaltung.
Die Bedeutung der Körperpolitik ist zurzeit unbestreitbar: ideologisch motivierte Idealisierungen oder Verunglimpfungen von Körpern, Einschränkungen des Abtreibungsrechts, die Ausbeutung migrantischer Körper und Arbeitskräfte sind globale Phänomene, die auch in demokratischen Regierungsformen präsent sind. Diese aktuellen Phänomene werfen ein neues Licht auf die politischen Bedeutungen des Körpers und seiner Repräsentationen in den ehemaligen sozialistischen Ländern Europas – Bedeutungen, die seit einiger Zeit in Frage gestellt werden. Ein Beispiel hierfür wäre die Kritik an der polnischen sogenannten Kritischen Kunst der 1990er und 2000er Jahre, einer künstlerischen Strömung, die sich weitgehend der Reflexion über die soziale und kulturelle Konstruktion des Körpers widmet. Kritische Kunst wurde in letzter Zeit dafür verurteilt, politisch nicht relevant zu sein, weil sie angeblich nicht die eigenen neoliberalen Bedingungen die wirtschaftlichen Nöte des damals frisch eingeführten Turbokapitalismus widerspiegelte. Entgegen dieser Auffassung wird die Behauptung der politischen und ethischen Bedeutung des Körpers als Motiv, Material und Träger der Kunst nicht nur durch die oben genannten aktuellen Entwicklungen bestärkt, sondern auch durch die Tatsache, dass die Beschäftigung mit dem Körper in Ostmitteleuropa schon sehr lange dauert. In den 1970er Jahren blühte beispielsweise die Körper- und Performancekunst in der ČSSR im Rahmen der restriktiven Normalisierungspolitik auf, wobei der Körper ganz offensichtlich als Raum des Widerstands fungierte. Um es kurz zu machen: Der Körper könnte als gemeinsamer Nenner für die Kunst der Region definiert werden, wie es in der wegweisenden Ausstellung „Körper und der Osten“ behauptet wurde. Von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart“ (Ljubljana 1998, kuratiert von Zdenka Badovinac). Das Seminar wird durch Lektüre von exemplarischen Texten und Analyse ausgewählter Kunstwerke den unterschiedlichen darin geäußerten Konzeptionen des Körpers widmen.
wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Di 03.03.2026
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08.00 - 10.00 | 4DG14 SR 4DG14 SR | ||
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Di 10.03.2026
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Di 17.03.2026
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Di 24.03.2026
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Di 14.04.2026
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Di 21.04.2026
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Di 28.04.2026
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Di 05.05.2026
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Di 12.05.2026
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Di 19.05.2026
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Di 26.05.2026
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Di 02.06.2026
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Di 09.06.2026
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Di 16.06.2026
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Di 23.06.2026
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08.00 - 10.00 | 4DG14 SR 4DG14 SR | ||
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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618022-0
618022-0 |
01.02.2026 08:00 - 21.02.2026 23:59 | |
| Nieslony M. | ||