618022 SE Kunstgattungen I: Fotografie in der Kunstgeschichte
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 01.07.2026 | LV auf Merkliste setzenVertiefung und selbständige Anwendung kunsthistorischer Methoden anhand ausgewählter Beispiele aus der Thematik der Lehrveranstaltung
Vor rund 200 Jahren nahm der Franzose Joseph Nicéphore Niépce das erste beständige Foto der Welt auf – aus diesem Anlass widmet sich das Seminar den vielfältigen Funktionen von Fotografie für die Arbeit der Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker: Noch bevor Fotografie zum kunsthistorischen Forschungsobjekt „aufgestiegen“ ist, spielte sie nämlich schon eine wesentliche Rolle als Hilfsmittel der Forschung und Lehre, etwa als Reproduktionsmedium der Kunst und Architektur oder als Dokumentationsmedium und Arbeitsmaterial für Künstlerinnen und Künstler. Wir werden uns daher nicht mit künstlerischer Fotografie befassen, sondern mit ihren „nützlichen“ Formen, etwa als historisches Material der Lehrmittelsammlungen und Fototheken. Dabei geht es darum, die Wirkungen dieses Mediums auf die Prozesse und Ergebnisse kunsthistorischer Arbeit zu reflektieren. Denn Fotografie hat fast von Anfang an die Kunstgeschichte als akademische Disziplin begleitet und ihre jeweiligen technischen Bedingungen sind nicht spurlos daran vorbei gegangen, wie KunsthistorikerInnen ihre Objekte sahen und heute noch sehen. Eine weitere dienende Funktion übernahm Fotografie sehr früh schon im Rahmen künstlerischer Arbeit - als Anregung und Hilfsmittel für künstlerische Entwicklungen moderner Malerei und Skulptur – für Maler wie Edgar Degas und Bildhauer wie Medardo Rosso war sie eine unverzichtbare Inspirationsquelle, die zu bahnbrechenden formalen Experimenten anregte; später diente sie zur Dokumentation und Distribution ephemerer oder unzugänglicher Arbeiten wie Performances und Land Art-Installationen, die oftmals für die Kamera inszeniert wurden. Das technische Medium hat also die künstlerische Arbeit insgesamt – also auch in anderen Medien – in vielfacher Hinsicht geprägt, sodass wir ästhetische Entscheidungen und Entwicklungen sinnvoller in der materiellen Kultur verankern können, wenn wir es als einen wichtigen historischen Faktor ernst nehmen.
Das Seminar wird teilweise als Block in der Fotothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München stattfinden, wo wir mit Dr. Franziska Lampe die historischen Bestände des Forschungsinstituts einsehen werden; zum Seminar gehört zudem der Vortrag von Prof. Eva Ehninger (Humboldt Universität zu Berlin) zu ihrem kürzlich erschienenen Buch über Fotografie im kolonialen Kontext.
Referate und Diskussionen, sowie schriftliche Arbeiten
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mit Anwesenheitspflicht; mündliche und schriftliche Referate
wird in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben
Online Anmeldung erforderlich! Anwesenheitspflicht!
29.10.2026 - 17:15-18:45 Uhr, Vortragstermin v. Prof. Dr. Eva Ehninger
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Do 22.10.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 05.11.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 12.11.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 19.11.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 26.11.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 03.12.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 10.12.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 17.12.2026
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 07.01.2027
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
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Do 14.01.2027
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15.30 - 17.00 | 41031 UR 41031 UR | Barrierefrei | |
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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618022-0
618022-0 |
01.09.2026 08:00 - 21.09.2026 23:59 | |
| Nieslony M. | ||