640059 VU Schlüsseltexte lesen: Utopische Texte der Antike und ihre Nachwirkungen in späteren Epochen
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 01.07.2026 | LV auf Merkliste setzenNEU:
Die Studierenden sind in der Lage, historiografisch relevante Texte einschließlich ihrer Rezeptionsgeschichte zu kontextualisieren. Sie können die Texte interpretieren und dabei gender- und diversitätsrelevante Fragestellungen berücksichtigen. Sie sind befähigt, die Geschichte der Geschichtswissenschaften vor dem Hintergrund des globalen Diskurses über Geschichtstheorien einzuordnen. Sie können aktuelle Theorien- und Methodendiskussionen mit vorangegangenen historischen und transdisziplinären Debatten vernetzen.
Utopische Vorstellungen begegnen bereits bei Homer und Hesiod im 7. Jahrhundert v. Chr. Sie treten ferner in den ethnografischen Utopien der antiken Geschichtsschreibung, etwa bei Herodot, sowie in den griechischen Komödien des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr., insbesondere bei Aristophanes, auf. Auch die Staatsentwürfe griechischer Denker wie Hippodamos und Platon greifen utopische Konzepte auf. Dabei werden ideale Gesellschaften häufig an weit entfernte, mythische Orte – etwa Atlantis – verlegt oder in eine ferne Vergangenheit projiziert.
Wie wirken diese antiken Utopien in neuzeitlichen Werken wie der Utopia des Thomas More oder dem Sonnenstaat des Tommaso Campanella nach? Welche antiken Motive und Erzähltraditionen bilden die Grundlage für den Atlantis-Mythos, der die menschliche Vorstellungskraft bis heute fasziniert? Gemeinsam analysieren wir antike utopische Texte in ihrem historischen und kulturellen Kontext und diskutieren ihre Wirkungsgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart.
Inputs der LV-Leiterin, Lektüre und gemeinsame Diskussion der Texte
Erarbeitung eines Textes mit Präsentation und Moderation/Diskussion in der Einheit, Abgabe der schriftlichen Matrix
- Interfakultäre Studien
- Fakultät für LehrerInnenbildung
- Philosophisch-Historische Fakultät
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
- SDG 5 - Geschlechtergleichstellung: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen