718600 VU Phytopathologie und Pflanzenschutz
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 18.06.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden können grundlegende Konzepte der mikrobiellen Phytopathologie beschreiben. Sie sind in der Lage, mit geeigneten Methoden Pflanzenpathogene aus Pflanzen- und Umweltproben zu isolieren und zu identifizieren und führen entsprechende Experimente selbständig durch. Die Studierenden können gängige Methoden des Pflanzenschutzes und der Kontrolle von pathogenen Mikroorganismen erläutern.
Die Vorlesung vermittelt grundlegende und angewandte Kenntnisse über phytopathogene Mikroorganismen, deren Nachweismethoden sowie die pflanzliche Abwehr. Im Fokus stehen folgende Themen:
Theorie
- Eigenschaften von Phytopathogenen:
- Lebens- und Ernährungsstrategien (biotroph, nekrotroph, obligat, fakultativ).
- Übertragungswege (Saatgut, Boden, Vektoren, Luft, Wasser).
- Symptomatik: Feldsymptome (z. B. Welke, Nekrosen, Chlorosen) vs. Lagersymptome (Fäulen, Mykotoxine).
- Nachweis- und Monitoringmethoden:
- Klassische Methoden (mikroskopische Bestimmung, Selektivmedien, Koch’sche Postulate).
- Molekularbiologische Techniken (PCR, qPCR, Sequenzierung).
- Immunologische Verfahren (ELISA, Lateral-Flow-Tests).
- Fernerkundung und Precision Farming (NDVI, Drohnen, Satellitenbildanalyse, Sensortechnik).
- Pflanzenabwehr gegen Phytopathogene:
- Immunantwort der Pflanze (PAMP-triggered Immunity [PTI], Effector-triggered Immunity [ETI]).
- Vergleich der Abwehrmechanismen gegen biotrophe vs. nekrotrophe Pathogene.
- Sichtbare Abwehrreaktionen (z. B. Hypersensitive Response [HR], Phytoalexine, Lignifizierung).
- Induzierte Resistenz: Systemic Acquired Resistance (SAR) und Induced Systemic Resistance (ISR).
- Ausgewählte Phytopathogene(mit Schwerpunkt auf Pilze und pilzähnliche Organismen):
- Fusarium spp. (Ährenfusariosen, Mykotoxine).
- Phytophthora spp. (Kraut- und Knollenfäule, Wurzelfäulen).
- Plasmodiophora brassicae (Kohlhernie).
- Ramularia (Blattfleckenkrankheit bei Getreide).
- Echte Mehltaupilze (Erysiphales) und Falsche Mehltaupilze (Peronosporales).
- Bestimmung filamentöser Pilze:
- Konidiogenese (Arten der Konidienbildung, z. B. phialidisch, annellidisch).
- Einsatz von Selektivmedien zur Bestimmung.
Der praktische Teil vertieft die theoretischen Inhalte durch Labor- und Feldübungen sowie analytische und dokumentarische Techniken:
Praktische Übungen
- Mikroskopische Bestimmungsübungen:
- Morphologische Differenzierung von Schimmelpilzen (z. B. Aspergillus, Penicillium) und pilzähnlichen Eukaryonten (z. B. Oomyceten wie Phytophthora).
- Präparationstechniken.
- Probenahme und -strategien:
- Standardisierte Entnahme von Pflanzen-, Boden- und Luftproben (z. B. für PCR oder ELISA).
- Planung von Monitoring-Systemen (zeitliche/räumliche Verteilung, statistische Grundlagen).
- Symptombeobachtung und -beschreibung:
- Feldbegehungen zur Identifikation typischer Krankheitssymptome (z. B. an Getreide, Gemüse, Obst).
- Erstellung von Symptomsteckbriefen (Fotodokumentation, Skizzen, deskriptive Pathologie).
- Dokumentation und Auswertung:
- Anlegen und Nutzung von Datenbanken.
- Auswertung von Fernerkundungsdaten .
- Recherche und Präsentation:
- Literaturrecherche zu aktuellen Forschungsfragen.
- Erstellung von Steckbriefen zu ausgewählten Pathogenen (inkl. Wirtspflanzen, Epidemiologie, Bekämpfung).
Immanent, Abgabe Steckbrief Pflanzenkrankheit, Abschlussprüfung.
wird bekanntegegeben
keine
Allgemeine Vorbesprechung: 05.10.2026 um 08:15 Uhr, SR Biologie
Die Teilnahme an der Allgemeinen Vorbesprechung ist verpflichtend (Anwesenheit oder Vertretung). Plätze werden im Rahmen der Allgemeinen Vorbesprechung vergeben.
Vorbesprechung Wahlmodul: Die Vorbesprechung für dieses Wahlmodul findet am 05.10.26 von 14:15-14:45 Uhr im SR Biologie statt. Die Teilnahme an der Vorbesprechung (Anwesenheit oder Vertretung) ist für Studierende des Wahlmoduls verpflichtend.
- SDG 2 - Kein Hunger: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
- SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
- SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
- SDG 12 - Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
- SDG 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
- SDG 14 - Leben unter Wasser: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
- SDG 15 - Leben an Land: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Do 08.10.2026
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09.00 - 17.00 | Mikrobiol. - Praktikumsraum 2-15 Mikrobiol. - Praktikumsraum 2-15 | Barrierefrei | |
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Fr 09.10.2026
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10.00 - 17.00 | Mikrobiol. - Praktikumsraum 2-15 Mikrobiol. - Praktikumsraum 2-15 | Barrierefrei | |