720278 SE Spezielle Störungsbilder: komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS)
Sommersemester 2026 | Stand: 15.12.2025 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden verfügen über umfassende Kenntnisse in Bezug auf den aktuellen Forschungsstand, insbesondere zur Ätiologie, Pathologie und der Therapiemodalitäten bei Personen mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS). Sie sind vertraut mit aktuellen theoretischen Modellen zur Entstehung und Aufrechterhaltung der kPTBS, sowie deren Einbettung in die neueren diagnostischen Klassifikationssysteme (ICD-11, DSM-5). Die Studierenden können Symptome und Verlaufsformen der kPTBS differenziert beschreiben und von verwandten Störungsbildern, insbesondere der Borderline-Persönlichkeitsstörung, abgrenzen.
Darüber hinaus sind sie mit zentralen diagnostischen Verfahren und Interventionstechniken vertraut. Sie erwerben grundlegende Kenntnisse über evidenzbasierte Behandlungsansätze, insbesondere traumafokussierter bzw. traumaintegrativer und phasenorientierter Therapieansätze, sowie über die Bedeutung von Beziehungsgestaltung, Stabilisierung und Affektregulation im therapeutischen Prozess.
Die Studierenden reflektieren kritisch die Herausforderungen in der Arbeit mit komplex traumatisierten Patient:innen und entwickeln ein Bewusstsein für die Bedeutung von Selbstfürsorge und professioneller Haltung im Umgang mit sekundärer Traumatisierung.
Das Seminar vermittelt vertiefte theoretische, diagnostische und therapeutische Kenntnisse zur kPTBS. Es werden aktuelle Modelle zur Ätiologie, diagnostische Kriterien und Abgrenzung zu verwandten Störungsbildern behandelt. Ein Schwerpunkt liegt auf evidenzbasierten Behandlungsansätzen, darunter phasenorientierte (Stabilisierung und Symptomreduktion, Traumabearbeitung/Integration, Neuorientierung) und traumafokussierte bzw. traumaintegrative Verfahren (z.B. Schematherapie, Narrative Expositionstherapie, EMDR). Themen wie Stabilisierung, Affektregulation, die Arbeit mit inneren Anteilen und die therapeutische Beziehungsgestaltung werden hier insbesondere diskutiert. Ergänzend werden Aspekte der Beziehungsgestaltung, Stabilisierung, Affektregulation und Selbstfürsorge thematisiert, sowie die Prävention sekundärer Traumatisierung.
Der Kenntniserwerb erfolgt anhand von Integration und kritischer Diskussion aktueller Fachliteratur, sowie Vortrag und Transfer der Theorie in die Praxis (Fallbeispiele, Rollenspiele).
Beurteilung aufgrund von mündlichen Beiträgen, einem Referat und der schriftlichen Abschlussarbeit.
(kombiniert; Präsenz)
Wird in der Veranstaltung bekannt begeben; Zentrale Literatur in deutscher und englischer Sprache mit Fokus auf wissenschaftlichen Papers.
- Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
- SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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720278-0
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01.02.2026 00:00 - 21.02.2026 23:59 | |
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Hinweis: Sie müssen für jede Lehrveranstaltung dieses Bereichs Ihre Präferenz abgeben!! Aufgrund der Präferenzvergabe wird eine möglichst gerechte Verteilung per Zufall unter der Berücksichtigung Ihrer Präferenzen gewährleistet! Überprüfen Sie unbedingt Ihre Anmeldung in LFU:online. Alle Prüfungen, die bis zum Ende der Anmeldefrist elektronisch erfasst worden sind, werden automatisch bei der Seminarplatzvergabe berücksichtigt. Ausführliches können Sie auf unserer Homepage nachlesen. ------------ Spätestens im Laufe des 23.02.2026 finden Sie Ihre bearbeiteten Anmeldungen in LFU:online im Bereich "meine LV Anmeldungen". |
Vetrano C. |