720355 SE Spezielle Themen der Interventions- und Therapieforschung: Emotionsverarbeitung als transdiagnostischer Mechanismus - Grundlagen, Störungsbilder und Interventionen

Sommersemester 2026 | Stand: 10.12.2025 LV auf Merkliste setzen
720355
SE Spezielle Themen der Interventions- und Therapieforschung: Emotionsverarbeitung als transdiagnostischer Mechanismus - Grundlagen, Störungsbilder und Interventionen
SE 2
5
wöch.
semestral
Deutsch

Die Studierenden verfügen über ein fundiertes Verständnis der Emotionsverarbeitung als transdiagnostischen Mechanismus psychischer Störungen. Sie kennen die vier Kernfunktionen – Impathie (intrapersonelle Emotionswahrnehmung), Empathie (interpersonelle Emotionswahrnehmung), Emotionsregulation und Emotionsausdruck – und können deren Bedeutung für psychische Gesundheit und Störungsentwicklung erläutern. Sie sind in der Lage, typische Muster gestörter Emotionsverarbeitung bei verschiedenen Störungsbildern zu analysieren, empirische Befunde kritisch zu reflektieren und wissenschaftlich fundierte Interventionsansätze zuzuordnen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden praktische Erfahrungen in der Präsentation und Diskussion evidenzbasierter Verfahren.

Im ersten Block werden die theoretischen Grundlagen der Emotionsverarbeitung erarbeitet. Neben der Einführung in die vier Kernfunktionen (Impathie, Empathie, Emotionsregulation, Emotionsausdruck) werden deren Zusammenhänge mit Bindungsrepräsentationen dargestellt sowie aktuelle Messmethoden auf fünf Ebenen (Selbstauskunft, Verhalten, Physiologie, Biochemie, Neuro) vorgestellt. Der zweite Block widmet sich der gestörten Emotionsverarbeitung bei psychischen Störungen. Anhand eines ausführlichen Beispiels (Borderline-Persönlichkeitsstörung) und studentischer Gruppenarbeiten zu weiteren Störungsbildern (z. B. Depression, Angststörungen, PTBS, Schizophrenie) werden charakteristische Muster analysiert und diskutiert. Im dritten Block stehen Interventionsmöglichkeiten im Vordergrund: Nach einer Beispielintervention präsentieren die Studierenden in Gruppen evidenzbasierte Verfahren, die jeweils einer der vier Kernfunktionen zugeordnet sind, und führen dazu kurze praktische Übungen durch. Das Seminar schließt mit einer gemeinsamen Integration und Diskussion.

Der Kenntniserwerb erfolgt praxisnah durch kurze theoretische Inputs, Gruppenarbeiten mit Präsentationen, praktische Übungen, Selbsterfahrung und die Analyse von Videobeispielen. Aktuelle Fachliteratur wird zur Vertiefung herangezogen und kritisch im Plenum diskutiert.

Aktive Teilnahme und Referat

Wird im Seminar bekannt gegeben

siehe Termine
Gruppe Anmeldefrist
01.02.2026 00:00 - 21.02.2026 23:59
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Sie müssen für jede Lehrveranstaltung dieses Bereichs Ihre Präferenz abgeben!!

Aufgrund der Präferenzvergabe wird eine möglichst gerechte Verteilung per Zufall unter der Berücksichtigung Ihrer Präferenzen gewährleistet!

Überprüfen Sie unbedingt Ihre Anmeldung in LFU:online. Alle Prüfungen, die bis zum Ende der Anmeldefrist elektronisch erfasst worden sind, werden automatisch bei der Seminarplatzvergabe berücksichtigt.

Ausführliches können Sie auf unserer Homepage nachlesen.

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Eilert D.