720480 SE Seminar zur Grundlagen- und Anwendungsvertiefung: Soziale Wahrnehmung: Emotionen und kollektives Wohlbefinden
Sommersemester 2026 | Stand: 08.01.2026 | LV auf Merkliste setzenAm Ende dieses Kurses verfügen die Studierenden über ein interdisziplinäres Verständnis davon, wie soziale Wahrnehmungen und Emotionen das individuelle und kollektive Wohlbefinden beeinflussen. Durch die Untersuchung der Wechselwirkung zentraler Ansätze der Sozialpsychologie (soziale Kognition, Emotionsregulation, Empathie, prosoziales Verhalten, Intergruppenwahrnehmung und Gerechtigkeitsempfinden) mit emotionalen Prozessen können sie analysieren, wie emotionale Erfahrungen von Individuen und Gruppen in sozialen Kontexten Bedeutung erlangen. Die Studierenden identifizieren außerdem die Auswirkungen kognitiver Verzerrungen, Vorurteile und emotionaler Ansteckung auf soziale Interaktionen und lernen, die sozialen Determinanten der psychischen Gesundheit in der Gemeinschaft einzuschätzen. Durch Gruppendiskussionen und Fallstudien erlernen sie die Fähigkeit, den Einfluss von Emotionen, Wahrnehmungen und sozialen Interaktionen auf kollektive Solidarität, sozialen Zusammenhalt und Wohlbefinden zu bewerten.
Der Kurs untersucht die Schnittstelle zwischen sozialer Wahrnehmung, Emotionen und kollektivem Wohlbefinden. Kernthemen sind:
• Grundlagen der sozialen Wahrnehmung und emotionaler Prozesse.
• Die sozialen Funktionen von Emotionen und ihre Rolle für den Gruppenzusammenhalt.
• Kognitive und affektive Verzerrungen in zwischenmenschlichen und intergruppalen Kontexten.
• Emotionsregulation und Empathie in kollektiven Kontexten.
• Wahrnehmung von Fairness, Gerechtigkeit und moralischen Emotionen.
• Kollektive Emotionen und geteilte affektive Erfahrungen.
• Der Einfluss von Medien und digitalen Umgebungen auf emotionale Wahrnehmung und Wohlbefinden.
• Emotionales Klima in Gemeinschaften und Organisationen.
• Kollektives Trauma und emotionale Belastbarkeit.
• Soziale Probleme der realen Welt, einschließlich sozialer Medien, Stigmatisierung und psychischer Gesundheit in der Gemeinschaft.
Die Lehrmethoden umfassen eine Kombination aus Vorlesungen, interaktiven Diskussionen und gruppenbasierten Analyseprojekten. Jede Sitzung beginnt mit einem theoretischen Überblick, gefolgt von Fallanalysen, Kleingruppendebatten und Reflexionsübungen, die Forschung mit gelebten sozialen Erfahrungen verknüpfen. Die Studierenden werden ermutigt, wissenschaftliche Literatur mit Beobachtungen zu verknüpfen, insbesondere durch die Untersuchung von Emotionen und Wahrnehmung in sozialen Online- und Offline-Kontexten. Multimediale Materialien wie Kurzfilme und Datensätze veranschaulichen zentrale Themen. Die Zusammenarbeit in der Gruppe bildet die Grundlage des Lernprozesses und betont kritische Reflexion und angewandtes Verständnis.
Die Bewertung basiert auf Beteiligung und Gruppenarbeit. Die Studierenden halten eine Präsentation zu einem gewählten Thema, die theoretische und angewandte Perspektiven verbindet. Ein kurzer individueller Bewertungsaufsatz (1500–3000 Wörter) fasst die Lernerfahrungen und analytischen Erkenntnisse jedes Studierenden zum gewählten Thema zusammen. Aktive Teilnahme an Diskussionen und Peer-Feedback-Sitzungen wird ebenfalls berücksichtigt. Es gibt keine Abschlussprüfung; stattdessen konzentriert sich die Bewertung auf kollaborative Analyse, Kreativität und die Integration von Theorie mit realer sozialer Wahrnehmung und emotionalen Prozessen.
Wird noch bekannt gegeben
- SDG 1 - Keine Armut: Armut in allen ihren Formen und überall beenden
- SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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720480-0
720480-0 |
01.02.2026 00:00 - 21.02.2026 23:59 | |
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Korkmaz B. |