800873 SE Bewertung von Klimawandelauswirkungen und Anpassungsstrategien
Sommersemester 2026 | Stand: 09.01.2026 | LV auf Merkliste setzenNach Abschluss der Lehrveranstaltung verfügen die Studierenden über Kompetenzen in den Bereichen kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeit und Integratives Lernen.
Im Bereich des Kritischen Denkens sind die Studierenden in der Lage, Klimadaten, Indikatoren und Analyseergebnisse fundiert zu bewerten, indem sie Datenqualität, Unsicherheiten und zugrunde liegende Annahmen systematisch reflektieren. Diese Kompetenzen werden insbesondere durch die Arbeit in den praktischen Datenlaboren sowie durch gemeinsame Reflexionsphasen im Plenum gestärkt. Darüber hinaus können sie regionale und thematische Kontexte in die Interpretation von Klimaentwicklungen einbeziehen, indem sie unterschiedliche Perspektiven aus Gruppenarbeit, Literaturstudium und Diskussionen abwägen. Auf dieser Basis sind sie schließlich in der Lage, gut begründete und logisch aus der Evidenz abgeleitete Schlussfolgerungen zu formulieren und diese in Präsentationen klar, strukturiert und nachvollziehbar zu kommunizieren.
Im Bereich des Problemlösungsdenkens lernen die Studierenden, verschiedene Anpassungsoptionen systematisch zu vergleichen und zu bewerten. Dabei berücksichtigen sie Nutzen, Risiken, Machbarkeit sowie langfristige Wirkungen, die sie auf Grundlage ihrer Projektanalysen strukturieren. Sie entwickeln kohärente und umsetzbare Lösungsvorschläge für reale Destinationen, indem sie im Projektteam unterschiedliche Alternativen untersuchen und ihre Entscheidungen transparent begründen. Zudem sind sie in der Lage, die Konsequenzen und Zielkonflikte verschiedener Anpassungsmaßnahmen einzuschätzen, indem sie ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitskriterien integriert anwenden und gemeinsam diskutieren.
Im Bereich des Integrativen Lernens verbinden die Studierenden Datenanalyse, Impact-Bewertung und Nachhaltigkeitsaspekte zu einem schlüssigen Gesamtbild, das durch praxisorientierte Datenlabore und die Erstellung von Climate-Impact-Profilen unterstützt wird. Sie können die in der Lehrveranstaltung erworbenen Methoden eigenständig auf neue Regionen oder Fragestellungen übertragen, indem sie im Rahmen der Gruppenprojekte neue Datensätze und Kontexte erschließen. Schließlich sind sie in der Lage, komplexe Ergebnisse adressatengerecht zu kommunizieren, indem sie geeignete Visualisierungen, klare Argumentationsstrukturen und passende Präsentationsformen auswählen und ihr Vorgehen mithilfe kontinuierlichen Feedbacks weiterentwickeln.
Die Lehrveranstaltung vermittelt fundiertes Wissen über die Auswirkungen des Klimawandels auf unterschiedliche Regionen und Sektoren sowie über Strategien zur Anpassung. Studierende lernen, Klimadaten aus verschiedenen Quellen zu finden, aufzubereiten und zu analysieren. Sie berechnen zentrale Klimaindikatoren, bewerten potenzielle Klimawirkungen und erstellen Climate-Impact-Profile für ausgewählte Destinationen. Auf dieser Basis entwickeln die Studierenden Anpassungsoptionen, die sie mit Hilfe ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeitskriterien beurteilen. Durch praxisorientierte Gruppenarbeiten und den Einsatz realer Klimadaten erwerben die Studierenden analytische, methodische und kommunikative Kompetenzen zur Bewertung und Gestaltung klimatoleranter Entwicklungsstrategien.
Zentrale theoretische Inhalte werden in kurzen Impulsvorträgen vermittelt, welche die Studierenden in die Konzepte von Klimadaten, Indikatoren und Anpassungsstrategien einführen und ihnen eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die weitere Arbeit bieten.
Ein wesentlicher Bestandteil des Kurses sind praktische Datenlabore, in denen Studierende mit realen Klimadaten aus internationalen und nationalen Quellen arbeiten. Sie lernen, Datensätze zu finden, aufzubereiten, zu analysieren und zu visualisieren, wodurch ein tiefes Verständnis für die praktische Anwendung von Klimainformationen entsteht.
Die projektorientierte Gruppenarbeit bildet das zentrale didaktische Element der Lehrveranstaltung. Studierende analysieren ausgewählte Destinationen, erstellen Impact-Profile und entwickeln darauf basierend passende Anpassungsoptionen. Diese kollaborative Arbeitsform fördert den interdisziplinären Austausch, stärkt Teamfähigkeit und ermöglicht die gemeinsame Bearbeitung komplexer Fragestellungen.
Diskussions- und Reflexionsphasen im Plenum ermöglichen es den Studierenden anschließend, die erarbeiteten Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und nachhaltige Lösungswege zu beurteilen.
Durch die Präsentation der Gruppenarbeiten stärken die Studierenden ihre Fähigkeit zur wissenschaftlichen Kommunikation. Sie lernen, komplexe Datenauswertungen zielgruppenorientiert aufzubereiten und ihre Empfehlungen argumentativ zu begründen. Kontinuierliche Feedbackschleifen durch die Lehrperson und die Mitstudierenden unterstützen den Lernprozess und fördern die iterative Verbesserung von Analyse und Darstellung.
Abgerundet wird das didaktische Konzept durch gezieltes Selbststudium, in dem die Studierenden Literatur – etwa IPCC-Berichte oder regionale Klimastudien – vertiefen, Datenanalysen vorbereiten oder ihre Ergebnisse reflektieren. Dadurch wird ein nachhaltiger Kompetenzaufbau im Umgang mit Klimadaten, Impact-Bewertung und Anpassungsstrategien sichergestellt.
• IPCC, 2022: Summary for Policymakers [H.-O. Pörtner, D.C. Roberts, E.S. Poloczanska, K. Mintenbeck, M. Tignor, A. Alegría, M. Craig, S. Langsdorf, S. Löschke, V. Möller, A. Okem (eds.)]. In: Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [H.-O. Pörtner, D.C. Roberts, M. Tignor, E.S. Poloczanska, K. Mintenbeck, A. Alegría, M. Craig, S. Langsdorf, S. Löschke, V. Möller, A. Okem, B. Rama (eds.)]. Cambridge University Press, Cambridge, UK and New York, NY, USA, pp. 3–33, doi:10.1017/9781009325844.001
• Singh, C., Iyer, S., New, M. G., Few, R., Kuchimanchi, B., Segnon, A. C., & Morchain, D. (2021). Interrogating ‘effectiveness’ in climate change adaptation: 11 guiding principles for adaptation research and practice. Climate and Development, 14(7), 650–664. https://doi.org/10.1080/17565529.2021.1964937
- Interdisziplinäres und zusätzliches Angebot
- Aurora
- SDG 2 - Kein Hunger: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
- SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
- SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten
- SDG 13 - Maßnahmen zum Klimaschutz: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
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Gruppe 0
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Do 12.03.2026
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14.00 - 15.30 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 19.03.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 26.03.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 09.04.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 23.04.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 07.05.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 21.05.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||
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Do 28.05.2026
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14.00 - 17.15 | eLecture - online eLecture - online | ||