848408 UE Methoden und Prozesse im Hochbau
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 14.06.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden erhalten vertiefte Einblicke in spezielle Sichtweisen und Arbeitstechniken der verschiedenen Themen innerhalb der Architektur und setzen individuelle Schwerpunkte.
Gruppe 0/Frank Ludin:
Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrveranstaltung sind die Studierenden in der Lage, Organisationsstrukturen, Rollenverteilungen und Arbeitsweisen in unterschiedlich großen Architekturbüros zu erklären und typische Projektabläufe von der Akquise über Planung und Ausführung bis zur Übergabe zu beschreiben. Sie können Schnittstellen zu Fachplanern, Behörden und Auftraggebern einordnen sowie grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Berufspraxis nachvollziehen.
Die Studierenden sind in der Lage, Anforderungen an Berufseinsteiger:innen realistisch einzuschätzen, ihre eigenen fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen kritisch zu reflektieren und Soft Skills, Teamfähigkeit sowie Selbstorganisation bewusst einzusetzen. Darüber hinaus können sie alternative Berufswege für Architekt:innen benennen und einen persönlichen Entwicklungsplan für die ersten Berufsjahre formulieren.
Gruppe 0/Frank Ludin:
Die Lehrveranstaltung vermittelt anhand von Bürobesuchen und Baustellenführungen ein realistisches Bild der Arbeitswelt unterschiedlich organisierter Architekturbüros und planungsnaher Unternehmen. Behandelt werden Bürostrukturen, Rollenverteilungen, interne Kommunikation und Formen der Zusammenarbeit im Büroalltag.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf realen Projektabläufen. Ausgehend von der Akquise werden Entwurf, Planung, Ausführung und Übergabe nachvollzogen. Dabei werden Wettbewerbsorganisation sowie Schnittstellen zu Fachplanern und Behörden thematisiert und Abläufe direkt auf der Baustelle erfahrbar gemacht.
Gruppe1/Susanne Zottl:
FOUND & DISPLACED
oder
EIN LABOR FÜR ZUFALLSFUNDE
Hochbau – das klingt zunächst nach etwas Gewichtigem. Nach Ernsthaftem, Dauerhaftem, Teuerem. Das mag sein.
Unser Zugang ist ein anderer: experimentell, neugierig, manchmal humorvoll – und offen für das Unerwartete.
Jedes gebaute Objekt hat diesen Weg hinter sich:
Idee
Skizze
Diagramm
Modell
Verwurf
neues Modell
Beschreibung
1:1-Test
und schließlich, im Zusammenwirken vieler Faktoren und Beteiligter,
Bau.
Jetzt steht es da, fertig und doch offen. Bereit, wieder Ausgangspunkt zu sein – und neue Ideen zu befeuern, die wieder zur Skizze werden, die wieder…
(da capo – aperto)
Gruppe 0/Frank Ludin:
Die Lehrveranstaltung folgt einem didaktischen Zugang über praktische Erfahrungsräume. Zentrale Elemente sind Exkursionen zu Architekturbüros und Baustellen, Gespräche mit Praktiker:innen sowie strukturierte Vor- und Nachbereitungen im Seminar.
Die Bearbeitung der Aufgaben erfolgt in wechselnden Gruppenkonstellationen, um unterschiedliche Perspektiven, Teamdynamiken und Formen der Zusammenarbeit erfahrbar zu machen. Reflexionsaufgaben, Kurzprotokolle und diagrammatische Darstellungen unterstützen die analytische Auseinandersetzung mit den Beobachtungen aus der Praxis.
Gruppe 1/Susanne Zottl:
Wie verändert sich ein Objekt, sobald wir es beschreiben? Welche Beziehungen entstehen, wenn wir zwei oder mehrere Dinge zusammenbringen?
Diesen Fragen gehen wir nach – iterativ, in Schleifen, entlang wechselnder Medien und Techniken.
Ausgangspunkt sind gefundene physische Objekte. Wir beginnen mit dem Vertrauten, mit Dingen, die wir zu kennen glauben – um sie in Beziehung zu setzen, zu verschieben, zu verfremden.
Suche es
Beobachte es
Beschreibe es
Zeichne es
Interpretiere es neu
Gib ihm Gesellschaft
Dokumentiere es
In Teams zu je vier Studierenden entstehen Inszenierungen und Szenografien, die im Laufe des Semesters immer wieder hinterfragt und in neue Raumkonstellationen überführt werden: ein Labor für Zufallsfunde.
Den ersten Schwerpunkt bildet die Zeichnung – physisch wie digital. Sie ist nicht Abbild, sondern Denkwerkzeug: Vage Beobachtungen verdichten sich zur Linie, die Linie findet andere Linien, gemeinsam werden sie zur Fläche, zur Struktur, zum Raum. Membranen, Schalen, Objekte lagern sich an – bis ein gebautes Manifest des Ursprungsgedankens entsteht, das sogleich wieder in Frage gestellt wird.
So entstehen großformatige Zeichnungen, digitale und physische Modelle in verschiedenen Maßstäben, zweidimensionale Dokumentationen des Gebauten – und neue Ausgangspunkte für die nächste Runde.
Lehrveranstaltungsprüfung gemäß § 6 Satzungsteil, Studienrechtliche Bestimmungen.
Gruppe 1/Susanne Zottl:
Die denkende Hand – Existenz und verkörperte Weisheit in der Architektur, Juhani Pallasmaa, 2009
Gruppe 1/Susanne Zottl:
ORGANISATION
Seminar-Nachmittage (Mittwoch, 16:00 Uhr)
Erstes Treffen: Mittwoch, 7.10.2026, 16:00 Uhr am Hochbau Institut
Bitte bringen Sie zu unserem ersten Treffen folgendes mit:
1.
Ein Objekt Ihrer Wahl.
2.
Ein Skizzenbuch Format und Papierqualität nach Ihren Vorstellungen. Dieses Buch wird während des Semesters als “Seminar-Tagebuch” geführt und sollte zu jedem Treffen und zu den Pin-Ups mitgenommen werden.
In den Seminar-Nachmittagen werden die Projektfortschritte individuell besprochen; die nächsten Arbeitsschritte werden gemeinsam festgelegt.
Zusätzlich finden drei Pin-Up-Nachmittage statt. Bei diesen Treffen sind jeweils alle Teilnehmer*innen der Übung anwesend. Die Projektstände werden präsentiert und im Team diskutiert.