848484 UE Methoden und Prozesse im Hochbau
Sommersemester 2026 | Stand: 04.02.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden erhalten vertiefte Einblicke in spezielle Sichtweisen und Arbeitstechniken der verschiedenen Themen innerhalb der Architektur und setzen individuelle Schwerpunkte.
PUNKT UND LINIE ZU FLÄCHE* IN DEN RAUM… UND ZURÜCK
oder
ENTLANG DES “LICHT-RAUM-MODULATORS” **
* Wassily Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche, 1926
* László Moholy-Nagy, Lichtspiel Schwarz-Weiß-Grau, 1930
Hochbau – das klingt zunächst respekteinflößend. Hier geht es um Ernsthaftes, Lang-Anhaltendes, Teures, Verantwortungsvolles. Wir werden sehen…
Die Annäherung an dieses Thema ist experimentell, humorvoll, von Neugier getrieben und birgt jede Menge Überraschungen.
Idealerweise entstand jedes geplante und gebaute Objekt als Idee, wurde zunächst in Skizzenform formuliert, in Diagrammen charakterisiert, in Plandarstellungen definiert, in Arbeitsmodellen probiert und verworfen, in verbalen Beschreibungen umrissen, in 1:1 Modellen getestet und verfeinert und wurde schließlich –im Zusammenwirken vieler Faktoren und Projektbeteiligten– baulich umgesetzt. Hier steht es nun, um wiederum Ideen und weiterführende Gedanken zu befeuern, die ihrerseits in Skizzenform formuliert… (da capo al fine – ...aperto)
In dieser Übungsveranstaltung trainieren wir iterative Prozesse entlang des oben skizzierten Verlaufs. Die physische und die digitale Zeichnung bilden hierbei den ersten Schwerpunkt. Von dieser ausgehend und entlang dieser übersetzen wir die zunächst nur vage formulierten Gedanken und Beobachtungen in eine möglichst präzise Sprache des Raumes. Die gezeichnete Linie wird in Verbindung mit anderen Linien zur Fläche, zur räumlichen Struktur, an ihr lagern sich weitere Linien an, gemeinsam spannen sie einen Raum auf, der unter Zugabe weiterer Zutaten –wie z.B. Membrane, Schalen, Objekte, etc.– das gebaute Manifest des Ursprungsgedanken darstellt, um wiederum in Frage gestellt, und seinerseits überarbeitet zu werden.
Parallel dazu untersuchen wir –in Anlehnung an den Licht-Raum-Modulator von László Moholy-Nagy– die Bewegung von Objekten und Licht im Raum. Deren “sichtbare und unsichtbare wirksamkeiten” ** choreografieren die geschaffenen räumlichen Momente.
Es entstehen großformatige Zeichnungen, digitale und physische Arbeitsmodelle in verschiedenen Maßstäben, wiederum zweidimensionale Dokumentationen der gebauten Strukturen (Fotografie, Zeichnung) und Videoarbeiten.
Lehrveranstaltungsprüfung gemäß § 6 Satzungsteil, Studienrechtliche Bestimmungen.
Wassily Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche, 1926
László Moholy-Nagy, Lichtspiel: schwarz, weiss, grau,1930
ORGANISATION
Seminar-Nachmittage (Mittwoch, 16:00 Uhr)
Erstes Treffen: Mittwoch, 4.3.2026, 16:00 Uhr am Hochbau Institut
Bitte bringen Sie zu unserem ersten Treffen ein Skizzenbuch mit; Format und Papierqualität nach Ihren Vorstellungen. Dieses Buch wird während des Semesters als “Seminar-Tagebuch” geführt und sollte zu jedem Treffen und zu den Pin-Ups mitgenommen werden.
In den Seminar-Nachmittagen werden die Projektfortschritte individuell besprochen; die nächsten Arbeitsschritte werden gemeinsam festgelegt.
Zusätzlich finden drei Pin-Up-Nachmittage statt. Bei diesen Treffen sind jeweils alle Teilnehmer*innen der Übung anwesend. Die Projektstände werden präsentiert und im Team diskutiert.
| Gruppe | Anmeldefrist | |
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848484-0
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01.02.2026 08:00 - 21.02.2026 23:59 | |
| Zottl S. | ||
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848484-0 |
24.02.2026 08:00 - 28.02.2026 23:59 | |
| Zottl S. | ||