920227 GK Keramik
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 10.06.2026 | LV auf Merkliste setzenE Diese Lehrveranstaltung wird im Rahmen eines gemeinsamen Studiums von einer anderen Bildungseinrichtung angeboten
920227
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(Pädagogische Hochschule Tirol)
(Pädagogische Hochschule Tirol)
GK Keramik
GK 4
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keine Angabe
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Deutsch
Die Studenten Innen
• beherrschen traditionelle und zeitgenössische Keramiktechniken,
• entwickeln eigenständige gestalterische Konzepte,
• verfügen über fundierte Material- und Brennkenntnisse,
• können keramische Projekte professionell planen und umsetzen,
• sind in der Lage, keramische Arbeiten künstlerisch, handwerklich oder wirtschaftlich zu vermarkten.
• sind befähigt, keramische Arbeiten eigenständig gestalten und herzustellen sowie unterschiedliche keramische Verfahren und Techniken fachlich fundiert und materialgerecht im Unterricht zu vermitteln.
Zielvorstellungen- Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses sind die Studierenden in der Lage,
1. grundlegende material- und verfahrenstechnische Eigenschaften keramischer Werkstoffe zu beschreiben und für den Gestaltungsprozess nutzbar zu machen,
2. elementare keramische Formgebungsverfahren fachgerecht anzuwenden,
3. grundlegende Kenntnisse zu Trocknungs-, Brenn- und Glasurprozessen nachzuweisen,
4. einfache keramische Objekte unter Berücksichtigung formaler, funktionaler und materialbezogener Aspekte zu entwickeln und umzusetzen,
5. gestalterische Entscheidungen zu begründen und Arbeitsergebnisse anhand grundlegender ästhetischer und technischer Kriterien zu reflektieren.
Qualifikationsziele
Die Studierenden erwerben grundlegende fachpraktische, Material-bezogene und gestalterische Kompetenzen im Bereich der Keramik. Sie verfügen über ein Basisverständnis keramischer Herstellungs- und Gestaltungsprozesse und sind befähigt, keramische Arbeiten eigenständig zu planen, auszuführen und kritisch zu bewerten.
Vom Naturprodukt zum Lieblingsstück
Materialkunde:
• Tonarten und ihre Eigenschaften
• Rohstoffe und Zuschlagstoffe
• Glasuren und Engoben
• Brennmaterialien und Brenntechnologien
• Nachhaltigkeit und Recycling in der Keramik
Praxis:
• Atelier- und Werkstattmanagement
• Selbstständigkeit im keramischen Bereich
Handwerkliche Techniken:
• Mischtechnik-Daumendrucktechnik -Elemente an Daumenschalen an garnieren (z.B. Füße)
• Aufbaukeramik
• Geschlossene-formen /mehrteilige Objekte mit Garnierung
• Massive Tonkörper-aushöhlen (Kurinuki: «aushöhlen» Gefäß aus einem Block schnitzen)
• Plattentechnik Arbeiten mit Weichen und harten Tonplatten
• Wulsttechnik + Dekortechnik mit Wulsten in Gipsform
• Gießverfahren Modell- und Formenbau
Dekorations- und Oberflächentechniken:
• Ritz- und Relieftechniken
• Malerei auf Keramik
• Glasurtechniken (Arten, Auftrag, wichtige Tipps)
• Experimentelle Oberflächen
• Digitale Gestaltungsmöglichkeiten
Farbe geben:
• Wissen über Farbgebende Stoffe zum Färben und Gestalten von Ton & Keramik ,
• Engoben Techniken,
• Keramik Färben, Achatware- verschiedenfarbige Tonmassen mischen, Nerikomi- Dekorative Muster…
Brenntechnologie:
• Trocknungsprozesse
• Schrühbrand
• Glasurbrand
• Elektroofentechnik
• Fehleranalyse und Qualitätskontrolle
Gestaltung und Design:
• Grundlagen der Formgestaltung
• Proportion, Funktion und Ästhetik
• Oberflächengestaltung
• Entwurfs- und Konzeptentwicklung
Forschung und Innovation:
• Neue Materialien
• Nachhaltige Produktionsmethoden
• Interdisziplinäre Projekte
Methoden:
Demonstration und praktische Vorführung
Lernen durch eigenes Tun
Individuelle Anleitung und Feedback
Partner- und Gruppenarbeit
Reflexions- und Besprechungsrunden
Projektorientiertes Arbeiten an eigenen Keramikobjekten
Benotungsgrundlage
Da es sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung handelt, sind alle im Rahmen des Kurses angefertigten Arbeiten fristgerecht fertigzustellen und zur Beurteilung einzureichen.
Für die Leistungsbeurteilung sind folgende Unterlagen am Ende des Semesters vollständig abzugeben:
Alle im Kurs entstandenen keramischen Arbeiten
Keramik-Journal zur Dokumentation des individuellen Arbeits-, Lern- und Entwicklungsprozesses
Portfolio-Dokumentation mit:
aussagekräftigen Fotografien der Werkstücke
Beschreibungen der angewandten Techniken
Angaben zu Materialien und Arbeitsschritten
einer kurzen Reflexion des Gestaltungs- und Herstellungsprozesses
Die vollständige, sorgfältige und fristgerechte Abgabe aller Arbeiten, des Keramik-Journals sowie der Portfolio-Dokumentation am Semesterende bildet die Grundlage für die Leistungsbeurteilung. Dabei werden sowohl die praktische Arbeit als auch die Dokumentation des Arbeitsprozesses berücksichtigt.
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Beurteilungskriterium Beschreibung
Fachliche Grundlagen:
Kenntnis von Materialien, Werkzeugen, Sicherheitsregeln und keramischen Grundtechniken 15 %
Arbeitsprozess:
Planung, Arbeitsorganisation, sorgfältiger Umgang mit Material und Werkzeugen, selbstständiges Arbeiten 25 %
Technische Umsetzung
Anwendung keramischer Techniken (Aufbau-, Platten- oder Daumentechnik), Stabilität, handwerkliche Qualität 25 %
Gestaltung und Kreativität
Formgebung, Proportionen, Oberflächengestaltung, individuelle Ideen 15 %
Reflexion und Dokumentation
Beschreibung des Arbeitsprozesses, Analyse von Herausforderungen und Lernerfahrungen 20 %
Leistungsstufen
• Sehr gut (1): Kriterien werden vollständig, selbstständig und auf hohem Niveau erfüllt.
• Gut (2): Kriterien werden weitgehend erfüllt; nur wenige kleinere Mängel.
• Befriedigend (3): Grundlegende Anforderungen werden erfüllt; mehrere Verbesserungsmöglichkeiten.
• Genügend (4): Mindestanforderungen werden erreicht; deutliche Unterstützung erforderlich.
• Nicht genügend (5): Wesentliche Anforderungen werden nicht erfüllt.
Besonderer Hinweis für das Lehramt
Neben dem handwerklichen Können sollte die Fähigkeit berücksichtigt werden, Arbeitsprozesse zu planen, zu dokumentieren und didaktisch zu reflektieren. Die Studierenden sollen zeigen, dass sie die erlernten Techniken später selbst im Unterricht vermitteln können.
Gewichtung von 50 % Prozess, 30 % Produkt und 20 % Reflexion/Dokumentation besonders sinnvoll, da die pädagogische und methodische Kompetenz ebenso wichtig ist wie das fertige Keramikobjekt
• Minogue, C. & Tolksdorf, A. (2004). Keramische Präge- und Ritztechniken. Haupt.
• Burnett, J. B. (2016). Keramische Oberflächen - grafisch gestaltet und bedruckt. Hanusch Verlag.
• Hatch, M. (2017). Oberflächengestaltung auf Keramik: Intarsientechnik, Stempeln, Schablonieren, Zeichnen und Malen auf Ton. Christophorus Verlag.
• Matthes, W. (2006). Engoben und andere tonige Überzüge auf Keramik. Hanusch Verlag.
• Atkin, J. (2015). Expertenwissen Töpfern: Häufige Fehler beim Töpfern erkennen und beheben. Frech Verlag GmbH.
• Hooson, D. & Quinn, A. (2012). Handbuch Keramik: Die Techniken des Töpferns. Haupt Verlag AG.
• Atkin, J. (2016). 250 Tipps, Tricks und Techniken - Töpfern: Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit Antworten auf alle Fragen. Frech Verlag GmbH.
• Janssens, N. (2017). Ton, Farbkörper & mehr. Hanusch Verlag.
Für die Teilnahme an diesem Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
- Fakultät für LehrerInnenbildung