627052 SE Didaktisches Spezialgebiet (Gruppe B): Forschen im Deutschunterricht - zu Sprache(n), Sprach(en)gebrauch und Sprach(en)lernen im regionalen Raum

Sommersemester 2020 | Stand: 06.03.2023 LV auf Merkliste setzen
627052
SE Didaktisches Spezialgebiet (Gruppe B): Forschen im Deutschunterricht - zu Sprache(n), Sprach(en)gebrauch und Sprach(en)lernen im regionalen Raum
SE 2
5
14tg.
semestral
Deutsch

Kenntnis von relevanten lerntheoretischen und sprachdidaktischen Aspekten in einer mehrsprachigen Bildung; Kenntnis von wissenschaftlicher Literatur und schulrelevanten Forschungsergebnissen zu  Sprachkompetenzen, innerer und äußerer Mehrsprachigkeit, Sprachunterrichtskonzepten, besonders zum Raum Südtirol, Nordtirol, Vorarlberg; zunehmende Sicherheit im Umgang mit Methoden von didaktischer Forschung; Sicherheit bezüglich organisatorischer und didaktischer Planungsschritte, bei der Aufbereitung von Unterlagen und im Bereitstellen oder Herstellen von Daten in schulischen Projekten zu Themen des Spracherwerbs, Sprachenlernens, soziolinguistischen Fragestellungen.

Einführung:
Zusammenhang von Bildung, sprachlicher Bildung, autonomes Lernen; Forschungsstand zu  Sprachkompetenzen, Sprachwandel, Varietäten, Sprachenlernen im universitären und schulischen Umfeld (Nordtirol, Südtirol, Vorarlberg); Einblick in verschiedene Datenunterlagen, methodische Instrumente (z.B. Fragebögen); Aspekte und Prinzipien eines forschungsgeleiteten Sprachunterrichts; Hinführung zu interessanten Forschungsfragen für den Deutschunterricht.

Das Prinzip der Individualisierung, das der Ausgangslage, der Lern- und Sprachbiografie des Lernenden Rechnung trägt, unterstützt die Diagnostizierung von Lernwegen und die Gestaltung von individuellen Lehrprogrammen.

Das Prinzip des forschenden Handelns: Die Bildungsräume Schule und Gesellschaft, insbesondere dann, wenn sie mehrsprachig sind, können mit einem Labor verglichen werden. Das Labor bietet eine Vielzahl von Kommunikationssituationen und Textunterlagen, die authentischen sprachlichen Gebrauch dokumentieren und an dem sich situative Sprachreflexion anschließen und Sprachbewusstsein aufbauen lässt. Auch einzelnen Forschungsfragen, z.B. zu Regionalsprachen, Mehrsprachigkeit, Sprachnormen, Sprachwandel kann in Schulprojekten nachgegangen werden. Die Ergebnisse können auch in didaktische Materialien münden, die die offiziellen Schulmaterialen ergänzen.

Das Prinzip der Weiterentwicklung von Basiskompetenzen wie Lese-, Schreib-, Informations- und Textverständniskompetenz ist in allen Bildungsstufen spiralförmig zu vermitteln. Schulische Lese- und Schreibfähigkeiten sind zudem übergreifend und integriert in den Sprachfächern wie in den Sachfächern zu lehren und bereiten an der Sekundarstufe auch den Boden für eine vorwissenschaftliche Herangehensweise.


Das Prinzip des lebensweltlichen Ansatzes: So wie der Außenraum, die Gesellschaft, ist auch der Innenraum, die Schule, ein Ort der sozialen und kommunikativen Praxis. Die Beschäftigung mit den bildungssprachlichen Ansprüchen, mit der Sprache der Social Media, der Lehrer- und Schülersprache, der Beratung und Bewertung oder  u.a. schärft die Fähigkeiten von (angehenden) LehrerInnen wie (angedachten) SchülerInnen mit den eigenen Kommunikationsvarianten souverän umzugehen.

Vorträge, Team- und Einzelarbeit, projektorientiertes Vorgehen

(Schriftlich und mündlich)
Regelmäßige Mitarbeit; theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Fachliteratur in Kurzreferaten und Diskussionen; Planung und Entwicklung von schulischen Projektunterlagen, mdl. und schrf. Präsentation.

·         Ballis, Anja; Hodaie, Nazli (Hrsg.) (2019): Perspektiven auf Mehrsprachigkeit. Individuum – Bildung – Gesellschaft. Berlin: Walther de Gruyter.

·         Dannerer, Monika; Mauser, Peter (Hrsg.) (2018): Formen der Mehrsprachigkeit in sekundären und tertiären Bildungskontexten. Tübingen: Stauffenberg Verlag.

·         Dannerer, Monika; Esterl, Ursula (Hrsg.) (2018): Norm und Variation. ide Hf. 4.

·         Neuland, E./Könning, B./Wessels, E. (Hrsg.) (2018): Jugendliche im Gespräch. Forschungskonzepte, Methoden und Anwendungsfelder aus der Werkstatt der empirischen Sozialforschung. Berlin: Peter Lang.

·         Stickel, Gerhard (Hrsg.) (1997): Varietäten des Deutschen. Regional- und Umgangssprachen. Berlin, New York: de Gruyter.

Weitere ausgewählte Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.

Positiv absolvierte Pflichtmodule 4, 6, 11

 

11.03.2020
Gruppe 0
Datum Uhrzeit Ort
Mi 11.03.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 25.03.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 29.04.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 13.05.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 27.05.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 10.06.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2
Mi 24.06.2020
13.45 - 17.00 Container 2 Container 2