Lehrveranstaltungen



Es sind folgende Pflichtmodule im Umfang von 48 ECTS-AP zu absolvieren:
Pflichtmodule (48 ECTS-AP)
Zur übergeordneten Rubrik
Pflichtmodul 1: Bibliothek und Digitale Transformation (8 ECTS-AP, 7 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
+ Lernergebnisse
Die Studierenden sind in der Lage

ad a.: betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, Organisationsstrukturen und Prozesse in Bibliotheken und Informationseinrichtungen zu beschreiben; operative Geschäftsprozesse zu benennen und deren Zusammenhang mit Methoden des Qualitätsmanagements zu erfassen; die Auswirkungen von Open Science, digitaler Transformation und Nachhaltigkeitskonzepten auf die strategische Planung, Abläufe und Prozesse der Bibliotheken zu beschreiben; Bibliothekstypen und Informationseinrichtungen zu vergleichen und deren Aufgaben und Zielsetzungen in ihrem jeweiligen Umfeld einzuordnen.

ad b.: Medienarten und -formen zu vergleichen und nach Funktion, Eigenschaften, Verbreitung und Nutzung zu klassifizieren; Risiken zu analysieren und erforderliche Maßnahmen der Archivierung und Bestandserhaltung zu benennen; Methoden und Strategien der Digitalisierung zu erläutern und diese nach Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit einzuordnen; die Vor- und Nachteile von digitaler Langzeitarchivierung und Repositorien anhand von Referenzmodellen, Projekten und Kooperationen zu benennen.

ad c.: Modelle des Bestandsmanagements unterschiedlicher Bibliothekstypen darzustellen und Erwerbungsprofile, Sammelschwerpunkte, Open-Access-Strategien und Informationsbudgets zu analysieren; Prozesse zu beschreiben und Budgetmaßnahmen mit Hilfe von Monitoring- und Controlling-Tools zu begründen; konventionelle und alternative Erwerbsarten aufzuzählen und die Vor- und Nachteile institutionaler und konsortialer Beschaffung zu nennen; die rechtlichen Rahmenbedingungen zu benennen.

ad d.: die Begriffe Ethik, Recht und Moral abzugrenzen und die Relevanz der Informationsethik in der Wissensgesellschaft sowie die Bedeutung von Open Science für eine offene Gesellschaft zu beurteilen; die soziale und ethische Verantwortung von Bibliotheken in Hinblick auf Angebote und Services zu reflektieren; die Grundlagen des Universitätsgesetzes 2002 und des Bundesmuseen-Gesetzes 2002 zu verstehen und im beruflichen Alltag anzuwenden; bibliotheksrelevante Aspekte des Medien-, Urheberrechts- und Datenschutzgesetzes aufzuzählen und praktische Fallbeispiele zu lösen.
Pflichtmodul 2: Informationsorganisation und Metadaten (8 ECTS-AP, 6 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
+ Lernergebnisse
Die Studierenden sind in der Lage

ad a.: historische und aktuelle Erschließungsstandards sowie Datenmodelle zu benennen und deren Grundprinzipien darzulegen; unterschiedliche Katalogarten zu identifizieren und ihre historischen Formen aufzuzählen; die Zusammenhänge zwischen theoretischen Modellen, Regelwerken, technischer Umsetzung und Retrieval zu erläutern; das Konzept und die Anwendungsbereiche von Normdaten, insbesondere der Gemeinsamen Normdatei (GND), zu erklären; sowie das erworbene Wissen praktisch auf konkrete Problemstellungen oder Szenarien anzuwenden.

ad b.: die Grundlagen des gültigen Regelwerks sowie der Regelungen für den Österreichischen Bibliothekenverbund zu erläutern; Aspekte und Tools der Erschließungstätigkeit sowie die Prinzipien der Verbundkatalogisierung zu beschreiben; die Nutzung von Normdaten in der Formalerschließung zu erklären; bibliografische Datensätze und Bestandsdaten zu analysieren; unterschiedliche Erschließungsstandards im Österreichischen Bibliothekenverbund zu vergleichen; sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Erschließungselemente auf das Retrieval zu bewerten.

ad c.: die Grundlagen der bibliothekarischen Inhaltserschließung nach dem in Österreich geltenden Regelwerk zu benennen; sich einen Überblick über die Methoden der inhaltlichen Erschließung ¿ einschließlich Klassifikationssysteme, Thesauri, Indizes, verbale inhaltliche Erschließung sowie Kataloganreicherung ¿ zu erarbeiten und diese exemplarisch anzuwenden; mit Normdaten für die inhaltliche Erschließung zu arbeiten; sowie das in Österreich geltende Regelwerk für die inhaltliche Erschließung unter Berücksichtigung der Verbundkatalogisierung praktisch im Bibliothekssystem anzuwenden.

ad d.: unterschiedliche Metadatenstandards und Datenformate zu beschreiben und Möglichkeiten des Datenaustauschs zu erläutern; verschiedene Datenmodelle sowie die Grundlagen der Datenmodellierung zu benennen; die Prinzipien des Semantic Web zusammenzufassen und Einsatzmöglichkeiten von Ontologien und Linked Open Data darzulegen; unterschiedliche Strategien und Tools zur Datenanalyse anzuwenden.
Pflichtmodul 3: Recherche und Wissenstransfer (8 ECTS-AP, 6 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: Die Studierenden sind in der Lage

ad a.: die Informationsqualität unterschiedlicher Quellen zu bewerten und zu analysie-ren; die Recherche unter Anwendung einer geeigneten Strategie und Auswahl einer ef-fizienten Methode durchzuführen und die Ergebnisse zu dokumentieren; die Qualität der Rechercheergebnisse zu analysieren und zu bewerten.

ad b.: zwischen den Modellen der Teaching bzw. Learning Library zu unterscheiden und praktische Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln; unterschiedliche Zielgruppen zu definieren und deren Informationsverhalten aufgrund empirischer Befunde einzu-schätzen; Konzepte und Standards der Information Literacy zu benennen; zielgruppen-orientierte Bildungsangebote (Präsenz und online) unter Anwendung didaktischer Kon-zepte und lernförderlicher Methoden zu gestalten.

ad c.: das Potenzial von Bibliotheken als Dritten Ort inklusiven Charakters sowie ihre gesellschaftliche Relevanz (sozialer Raum, Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit, Barrie-refreiheit und Nachhaltigkeit) zu erkennen; Services und Dienstleistungen zielgruppen-orientiert zu evaluieren und daraus Ergebnisse für die Weiterentwicklung und Neukon-zeption von Bibliotheksdienstleistungen abzuleiten.
Pflichtmodul 4: Bibliotheksinformatik (8 ECTS-AP, 6 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
+ Lernergebnisse
Die Studierenden sind in der Lage

ad a.: die wichtigsten Basistechnologien im Web und in digitalen Bibliotheken zu beschreiben; Verfahren und Systeme zur Modellierung und Verwaltung von Daten zu unterscheiden sowie Datenmodelle und Datenbanken zu strukturieren; Basisanwendungen im Bereich Digitalisierung, Netzwerke und Datenübertragung zu beschreiben, deren Relevanz zu erkennen und deren Umsetzungspotenzial einzuschätzen; die wichtigsten Schnittstellen und Datenformate im bibliothekarischen Kontext zu identifizieren und die zugrundeliegenden Frameworks und Standards zu verstehen; verschiedene Speicherstrategien zu benennen und diese bedarfsorientiert unterschiedlichen Anforderungen zuzuordnen; IT-Grundlagen im Bereich Datenschutz und Datensicherheit anzuwenden; die Anforderungen und Infrastrukturen von IT-Technologien im Bereich User Studies zu verstehen.

ad b.: die Prinzipien von Webtechnologie und -architektur zu verstehen sowie aktuelle Trends und Entwicklungen und deren Anwendungen in Bibliotheken und Informationseinrichtungen einzuordnen; die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Forschen, Arbeiten und Lernen zu beschreiben und die Bedeutung von Metadaten im Web zu erkennen; aktuelle Webtrends hinsichtlich Usability und digitaler Barrierefreiheit zu beurteilen und die Funktionsweise sowie die Anwendungsmöglichkeiten unterschiedlicher Social-Media-Tools zu verstehen; Requirements Engineering als wichtige Schnittstelle zwischen Anforderung und Entwicklung von IT-Anwendungen zu verstehen und dessen Methoden anzuwenden; unterschiedliche Tools der E-Collaboration anzuwenden, Überlegungen zu deren Planung, Realisierung und Nutzung im Berufsalltag anzustellen und diese ergebnisorientiert einzusetzen.

ad c.: die Architektur und Funktionsweise von Bibliothekssystemen und deren betriebliche Einbindung zu beschreiben; die Herausforderungen der Interoperabilität zu erkennen und Lösungen für einen funktionierenden Datentausch in Hinblick auf Datenquellen und Schnittstellen zu benennen; die Grundlagen und Funktionen von Suchmaschinentechnologien zu erklären; die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Closed und Open Source Software in Bibliotheken zu vergleichen.

ad d.: Grundlagen, Policies und Standards im Bereich Forschungsinfrastruktur und -datenmanagement zu beschreiben; die unterschiedlichen Stadien des Research Life Cycles zu benennen; Datenformate zu unterscheiden und Standards von Forschungsdaten zu identifizieren; die FAIR Data Principles zu beschreiben; die Mechanismen und Einsatzgebiete von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning zu beschreiben; Infrastrukturen, Initiativen und Best Practice Beispiele aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen und Fachrichtungen (z. B. Digital Humanities) aufzuzählen.
Pflichtmodul 5: Projekt (8 ECTS-AP, 3 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: Die Studierenden sind in der Lage

ad a.: die Grundlagen des Projektmanagements zu erläutern und dessen Instrumente und Methoden im Rahmen der Umsetzung des Ausbildungsprojektes anzuwenden; sowie die Durchführung und die Ergebnisse des Ausbildungsprojektes zu evaluieren, zu reflektieren und dessen Nachhaltigkeit zu sichern.

ad b.: in Projektteams aktuelle Fragestellungen mit Praxisbezug eigenständig zu bear-beiten; die Projektstruktur und den Projektverlauf selbstständig zu organisieren und umzusetzen; mit Praxispartnerinnen und Praxispartnern wie Bibliotheken, Informati-onseinrichtungen, Vereinen oder Firmen professionell zu kooperieren; sowie durch die Zusammenarbeit mit Praxispartnerinnen und Praxispartnern Kontakte zu potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zu knüpfen.

ad c.: ihre Projektergebnisse visuell, inhaltlich und zeitlich strukturiert aufzubereiten und vor Fachpublikum, potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie der in-teressierten Öffentlichkeit professionell zu präsentieren.
Ziel der Berufspraxis ist es, Erfahrungen zu sammeln, die zur Vertiefung und Erweiterung von Kompetenzen und Qualifikationen für das weitere Studium und künftige Berufsmöglichkeiten beitragen. Sie ist an mindestens zwei Archiven, Bibliotheken oder Informationseinrichtungen zu absolvieren und umfasst insgesamt 8 ECTS = 200 h (25 Tage Vollzeit). Über Dauer, Umfang und Art der durchgeführten Tätigkeiten ist eine schriftliche Bestätigung der Praktikumsstelle vorzulegen, ferner ist ein Prak-tikumsbericht zu verfassen. Vor Antritt der Berufspraxis ist die Genehmi-gung der Lehrgangsleitung einzuholen.
Pflichtmodul 6: Berufspraxis (8 ECTS-AP) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: Die Studierenden sind in der Lage, die Arbeitsweisen und Strukturen unterschiedlicher Bibliotheken und Informationseinrichtungen zu verstehen und anzuwenden; theoretische Kenntnisse aus den Lehrveranstaltungen praxisorientiert umzusetzen; sowie berufliche Netzwerke aufzubauen und sich professionell mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zu vernetzen.

Hinweis:
  • Es können sich noch Änderungen im Lehrveranstaltungsangebot sowie bei Raum- und Terminbuchungen ergeben.
  • Bitte wählen Sie für das Lehrveranstaltungsangebot die Fakultät aus, der Ihre Studienrichtung zugeteilt ist.