608225 VU Spezielle Themen der Angewandten Linguistik: Von Gallien nach Tirol: Asterix in der germanistisch-translationswissenschaftlichen Übersetzungswerkstatt

Wintersemester 2026/2027 | Stand: 10.06.2026 LV auf Merkliste setzen
608225
VU Spezielle Themen der Angewandten Linguistik: Von Gallien nach Tirol: Asterix in der germanistisch-translationswissenschaftlichen Übersetzungswerkstatt
VU 2
5
wöch.
semestral
Deutsch

Die Studierenden können Themen und Methoden in einem Spezialgebiet (z. B. institutionelle Kommunikation, klinische Linguistik, angewandte Gesprächsforschung, Alphabetisierung, Wissenschaftskommunikation) der Angewandten germanistischen Linguistik darstellen. Sie können diese Kenntnisse als Vorbereitung auf sprachlich-kommunikativ orientierte berufliche Tätigkeiten anwenden.

Sie führen ein universitäres Übersetzungsprojekt durch, dessen Umsetzung eines Kompetenz­bündels aus Germanistik und Translationswissenschaft bedarf. Ihr Übersetzungsauftrag lautet auf Erstel­lung der Übersetzung eines Bandes aus der Asterix-Reihe aus dem Französischen ins Tirolerische zur Publikation im Egmont-Verlag. Studierende der Translationswissenschaft stellen dabei das Verständnis des französischen Ausgangstextes sicher und liefern eine zielsprachliche Rohversion, die mit Studierenden der Germanistik ins Tirolerische bzw. nach Bedarf in ergänzende Dialekte übertragen wird. Studierende der Germanistik zeichnen für die Wahl und die konkrete Ausfor­mung der jeweils bestgeeigneten Dialekte bzw. des bestgeeigneten Dialektes verantwortlich und entwickeln eine schlüssige Methode zur Umsetzung der Graphie, die sie gemeinsam mit den Jungtranslator:innen an­wenden, um dann zum gemeinsam verantworteten Abschlusslektorat (Zielsetzung: Qualitätsstufe „druckreif“) überzugehen.

Sie  erhalten Theorieimpulse zu Literaturübersetzung/Neuübersetzung, Comicüber­setzung/Äquivalenz und Translationsmanagement, weiters zu inter- und intradialektaler Variation und deren Implikationen für die Übersetzung sowie zur graphematischen Umsetzung nicht kodifizierter Varietäten. Die künftigen Translationswissenschaftler:innen bzw. Translator:innen bereiten im ersten Kursviertel Übersetzungen aus dem Französischen in die Zielsprache vor, während die werdenden Germanist:innen sich anhand von bestehenden Übersetzungen (Standarddeutsch und evtl. bestehende Dialektübersetzungen) mit den Textinhalten vertraut machen, mögliche Zielvarietät/-en diskutieren sowie nach erfolgter Entscheidungsfindung deren Spezifika graphematisch erfassen. Auf der Grundlage dieser Textarbeit entstehen während des zweiten und dritten Kursviertels im Modus einer Über­setzungswerkstatt gemeinsame Fassungen auf Tirolerisch (Tandems oder Kleingruppen je nach Anmelde­zahlen). Im letzten Kursviertel erfolgt ein umfassender Lektoratsprozess. Die Endverantwortung für das druckreife Translat liegt bei beiden Gruppen gleichermaßen. Zur optimalen Verankerung des Lerneffektes und der Stärkung Ihres fachlichen Selbstbewusstseins werden sie dazu angehalten, ein Lernjournal zu führen und zum Abschluss des Projekts einen Fragebogen zu beantworten, der u. a. auf eine selbstreflektive Feststellung der eigenen Fortschritte abzielt. Die erhobenen Daten werden dann von den Kursleiterinnen zur Erstellung einer Publikation herangezogen, die dem Projekt einen nachhaltigen Charakter verleiht: Das innovative Unterrichtsmodell soll wissenschaftlich abgesichert und der internationalen Fachgemeinschaft im Sinne der Entwicklung zu­kunftsweisender didaktischer Ansätze zugänglich gemacht werden.

Am Ende des Semesters wird das daraus entstandene, noch unveröffentlichte Werk im Rahmen einer Lesung (Mittwoch, 27.01.2027) vorgestellt.

laufende Bewertung von Arbeitsaufträgen (erste Teilnote: Qualität der Translate; zweite Teilnote: individuelle Mitarbeit und gewissenhafte Führung des Lernjournals)

Wird im Unterricht bekanntgegeben.

Die im jeweiligen Curriculum festgelegten Anmeldungsvoraussetzungen sind zu erfüllen.

Dieser Kurs wird gemeinsam mit Martina Mayer (Institut für Translationswissenschaft, uibk) als Teamteaching durchgeführt. Es nehmen auch Studierende der Translationswissenschaft teil; Sie arbeiten interdisziplinär mit ihnen zusammen.

Der Kurs beginnt eine Woche später, am 14.10.2026! Der Termin der ersten Woche wird am Mittwoch, 27.01.2027 nachgeholt. An diesem Tag findet zusätzlich zur regulären Einheit am Abend die Lesung der Übersetzungsprodukte statt.

siehe Termine
  • SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
  • SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
Gruppe 1
Datum Uhrzeit Ort
Mi 14.10.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 21.10.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 28.10.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 04.11.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 11.11.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 18.11.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 25.11.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 02.12.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 09.12.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 16.12.2026
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 13.01.2027
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 20.01.2027
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 27.01.2027
10.15 - 11.45 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Mi 27.01.2027
19.00 - 20.30 SR 2 Transl. SR 2 Transl.
Gruppe Anmeldefrist
01.09.2026 00:00 - 21.09.2026 23:59
Kathrein Y., Mayer M.