610007 PS Amerikastudien I: Utopias and Dystopias in American Literature, Media and Culture
Wintersemester 2026/2027 | Stand: 01.07.2026 | LV auf Merkliste setzenDie Studierenden können kulturelle Phänomene, Institutionen und Ausdrucksformen (aus beispielsweise Literatur, Fotografie, Theater, Radio, Film und Fernsehen) hinsichtlich sozio kultureller, ästhetischer, ethnischer und genderbezogener Aspekte theoriegeleitet, methoden bewusst und insbesondere in Bezug auf aktuelle Herausforderungen der Gegenwartskultur ana lysieren und aktuelle amerikanistische Fragestellungen in einem englischsprachigen wissen schaftlichen Text selbstständig bearbeiten.
Seit Thomas Morus den Begriff mit seinem Buch Utopia von 1516 populär machte, beschreibt eine Utopie sowohl einen idealen Ort als auch einen „Nicht-Ort“, der es den Bewohner*innen dieser (oftmals) „imagined community“ ermöglicht, in einer scheinbar perfekten Gesellschaft zu leben. Die Mitglieder dieser Gesellschaft fühlen sich durch ein Zugehörigkeitsgefühl verbunden, das durch ein bestimmtes Wertesystem oder andere Glaubensformen generiert, aufrechterhalten und bestätigt wird und als äußerst förderlich für das Wohlergehen der Individuen wahrgenommen wird. Dystopien hingegen scheinen das genaue Gegenteil solcher Darstellungen von Gesellschaften zu sein, die in traumhafter Perfektion leben. Sie stellen detaillierte Beschreibungen von Welten dar, in denen alptraumhafte, apokalyptische und abscheuliche Lebensbedingungen Realität sind (von totalitären Staatsformen und Überwachung bis hin zu Umweltkatastrophen). Gleichzeitig sind viele modernistische Utopien – nicht ganz unähnlich von ihren dystopischen Gegenstücken – mit problematischen Annahmen darüber behaftet, wie diese Gesellschaften regiert werden und wer in diesen oft ausgrenzenden Gemeinschaften leben darf (oder nicht) (z. B. unter Rückgriff auf eugenische Ideen).
In diesem Kurs konzentrieren wir uns zunächst auf eine Übergangsphase zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert, um die optimistischen Utopien der Jahrhundertwende mit den darauffolgenden pessimistischen Dystopien zu vergleichen, die stetig dominanter werden. Wir betrachten Schlüsseltexte, die die englischsprachige Tradition von Utopien und Dystopien in der Literaturgeschichte geprägt haben, wie Edward Bellamys Looking Backward, 2000–1887 (1888) oder Charlotte Perkins Gilmans Herland (1915). Wir untersuchen, wie diese Erzählungen danach fragen, ob das Erreichen einer besseren Gesellschaftsform möglich ist, wie diese aussehen könnte, an welchem Ort sie zu finden ist und inwieweit unterschiedliche Zukunftsvisionen oft als Reaktion auf Ängste und Hoffnungen der Gegenwart und Vergangenheit geschrieben werden. Auf dieser Basis untersuchen wir das „ambivalente“ Potenzial utopischer und dystopischer Welten, inwieweit diese auch überlappen, wie in Ursula Le Guins Titel The Dispossessed: An Ambiguous Utopia (1974), und als politische und kulturelle Kritik in ihren jeweiligen historischen Kontexten zu verorten sind. Wir vergleichen diese früheren Texte mit zeitgenössischen Beispielen und Adaptionen in Film und anderen Medien, etwa Margaret Atwoods The Handmaid’s Tale, um zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede utopischen und dystopischen Denkens über einen bestimmten historischen Zeitraum hinweg zu erkennen und deren Zusammenhang mit den Polykrisen der Gegenwart aufzuzeigen.
Referate, vorbereitende Pflichtlektüre, Gruppenarbeiten, Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum, wissenschaftliches Schreiben
Aktive Mitarbeit, Kurzreferate, schriftliche Proseminararbeit
Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
BA Anglistik und Amerikanistik: positiv absolviertes Pflichtmodul 9
Bachelor Lehramt UF Englisch: positiv absolviertes Pflichtmodul 8
- Fakultät für LehrerInnenbildung
- Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) laut Curriculum 2015 (240 ECTS-AP, 8 Semester)
- Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) laut Curriculum 2026 (180 ECTS-AP; 6 Semester)
- Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
- SDG 4 - Hochwertige Bildung: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
- SDG 10 - Weniger Ungleichheiten: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
- SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
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Gruppe 0
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| Datum | Uhrzeit | Ort | ||
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Mi 07.10.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 14.10.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 21.10.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 28.10.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 04.11.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 11.11.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 18.11.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 25.11.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 02.12.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 09.12.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 16.12.2026
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 13.01.2027
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 20.01.2027
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |
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Mi 27.01.2027
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15.30 - 17.00 | 40130 40130 | Barrierefrei | |