Lehrveranstaltungen



Pflichtmodule (140 ECTS-AP)
Zur übergeordneten Rubrik
Pflichtmodul 5: Geologie 1 (10 ECTS-AP; 5 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: ad a.: Die Studierenden können
- die wichtigsten sedimentgeologischen Prozesse von der Verwitterung, Erosion, über Transport, Ablagerung bzw. (bio-)chemischer Ausfällung bis zur Diagenese beschreiben und deren Bedeutung für sedimentäre Systeme in Gebirgen bis in die Tiefsee erläutern und anhand einfacher sedimentgeologischen Analysemethoden und Daten ableiten;
- die Prinzipien der Stratigraphie anwenden, um Gesteinsabfolgen zu unterteilen und geologische Fragestellungen zu bearbeiten.

ad b.: Die Studierenden können
- Grundkenntnisse der allgemeinen Paläontologie (Taphonomie, Biostratigraphie, Evolution) anwenden und die Evolution sowie Ökologie wichtiger mariner Invertebraten beschreiben;
- können bedeutende marine Fossilgruppen anhand ihrer morphologischen Merkmale erkennen und bestimmen.

ad c.: Die Studierenden können
- die wesentlichen quartären Prozesse, die die Alpen geprägt haben, erkennen und diese anhand quartärer Sedimente rekonstruieren;
- die zeitlichen Abläufe großer Klimaänderungen im Quartär einordnen, deren Auswirkungen auf die alpine Vergletscherung nachvollziehen und die Grundprinzipien der Datierung quartärer Sedimente anwenden.

ad d.: Die Studierenden können
- ausgewählte quartäre Landschaftsformen und Sedimente erkennen, beschreiben und Prozessen zuordnen;
- die im Gelände gemachten Beobachtungen in einen strukturierten erdwissenschaftlichen Bericht, inklusive Gelände- und Aufschlussskizzen, festhalten.
Pflichtmodul 6: Mineralogie 1 (10 ECTS-AP; 6 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: ad a.: Die Studierenden können
- die wichtigsten Konzepte und Begriffe der Kristallographie zur Beschreibung der äußeren Gestalt sowie des inneren Aufbaus (Struktur) von Kristallen erklären;
- kristallographische Konzepte und Begriffe auf erdwissenschaftliche Fragestellungen anwenden;
- die Grundzüge röntgenographischer Beugungsmethoden zur strukturellen Charakterisierung kristalliner Materie beschreiben.

ad b.: Die Studierenden können
- die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale, Erze und Akzessorien hinsichtlich Chemie und physikalischer Eigenschaften beschreiben und diese in international gebräuchliche Klassifikationen einordnen;
- Minerale mit einfachen Hilfsmitteln bestimmen.

ad c.: Die Studierenden können
- wichtige gesteinsbildende Minerale als Bestandteile von Gesteinen anhand makroskopischer Eigenschaften im Gelände erkennen;
- anhand von Indexmineralen an ausgewählten Beispielen auf die Genesebedingungen von Gesteinen schließen.
Pflichtmodul 12: Wissenschaftliches Arbeiten (5 ECTS-AP; 3 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: positive Beurteilung des Pflichtmoduls 4
Lernergebnisse: ad a.: Die Studierenden können
- die Bewertungskriterien für wissenschaftliche Literatur auflisten und zwischen seriösen und unseriösen Quellen unterscheiden;
- Fachliteratur zu einem übergeordneten erdwissenschaftlichen Thema recherchieren, einordnen und die Quellen richtig zitieren;
- Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz (KI) zielgerichtet und verantwortungsvoll einsetzen, deren Potenziale und Grenzen kritisch einschätzen und die Ergebnisse reflektieren;
- einen Fachvortrag zielgruppengerecht konzipieren;
- Grundregeln der Präsentation und Rhetorik im Rahmen eines Fachvortrages anwenden.

ad b.: Die Studierenden können
- eine eigene wissenschaftlichen Arbeit gemäß der IMRaD Vorgabe strukturieren;
- Abbildungen und Tabellen gemäß den Anforderungen von wissenschaftlichen Fachjournalen konzipieren;
- wissenschaftliche Methoden und Resultate beschreiben und darstellen;
- eigene Daten in ein vorgegebenes thematisch eingegrenztes Fachgebiet einordnen;
- eine fachliche Arbeit unter Berücksichtigung grundlegender Kriterien wissenschaftlicher Begutachtung einschätzen.
Pflichtmodul 13: Geologie 3 (5 ECTS-AP; 3 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: Die Studierenden können
- die wichtigsten Ereignisse der Erdgeschichte und Entwicklungsschritte des Lebens und deren Relevanz für die Entwicklung des Erdsystem zeitlich und thematisch richtig einordnen;
- die Entwicklung des Erdsystems und die systemrelevanten Zusammenhänge zwischen Atmo-, Hydro-, Bio und Geosphäre ableiten und beschreiben;
- die wichtigsten geologischen Großeinheiten und Entwicklungsstufen der Geologie von Österreich beschreiben und können diese in die globale Erdgeschichte einordnen.
Pflichtmodul 14: Geologie 4 (10 ECTS-AP; 7 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: positive Beurteilung der Pflichtmodule 4 und 10
Lernergebnisse: ad a.: Die Studierenden können
- geologische Karten konstruieren, lesen und interpretieren;
- Profile aus geologischen Karten konstruieren und Informationen aus ihnen ableiten;
- geologische Strukturen basierend auf geologischen Feld- und Erkundungsdaten in geeigneter Form darstellen.

ad b.: Die Studierenden können
- geologische Karten und Profile lesen, interpretieren und selbst erstellen;
- die geologische Entwicklung eines Gebietes aus der Kombination von Geländebefund (lithologisch, strukturell, morphologisch), Karten und Profilen ableiten und dokumentieren.

ad c.: Die Studierenden können
- magmatische, metamorphe und sedimentäre Gesteine im Mikroskop identifizieren;
- können die Entstehung der analysierten Gesteine im geologischen Zusammenhang interpretieren.
Pflichtmodul 15: Einführung in die angewandten Erdwissenschaften (10 ECTS-AP; 6 SSt.) (keine Lehrveranstaltungen)
Anmeldevoraussetzung: keine
Lernergebnisse: ad a.: Die Studierenden können
- die Entstehung und Dynamik des Grundwassers sowie die Eigenschaften und Bedeutung verschiedener Aquifertypen und Karstgebiete für die Trinkwasserversorgung erklären.
- Gesteins-Wasser-Prozesse mit den Inhaltsstoffen von Quell- und Grundwässern in Verbindung bringen und die Anwendung von Tracer-Tests zur Untersuchung erklären.
- können Methoden der Untergrunderkundung sowie Gelände- und Labormethoden zur Beschreibung, Klassifizierung und Analyse von Lockermaterial und Festgestein anwenden.
- die Aufgabenfelder der Ingenieurgeologie sowie relevante Projektgrundlagen identifizieren und deren praktische Bedeutung für geologische Untersuchungen einordnen.

ad b.: Die Studierenden können
- die Grundlagen der Erzlagerstättenkunde erläutern;
- interdisziplinäres geologisches Basiswissen in die Erstellung von Lagerstättenmodellen integrieren;
- wichtige Werkstoffgruppen der technischen Mineralogie benennen;
- mineralogische Kenntnisse auf das Verständnis der Eigenschaften von Werkstoffen anwenden.

ad c.: Die Studierenden können
- grundlegende Konzepte der Erzlagerstättenkunde im Gelände anwenden;
- die Verarbeitung mineralischer Rohstoffe in ausgewählten industriellen Prozessen der technischen Mineralogie diskutieren;
- Messwerte verschiedenen Aquifertypen zuordnen und interpretieren;
- praktische Methoden zur Quellbeprobung anwenden und Schüttungsmessungen mit der Salzverdünnungsmethode durchführen;
- Fels- und Lockermaterial beschreiben und klassifizieren;
- Hauptversagensmechanismen im Fels und Hinweise auf Steinschlagprozesse erkennen und deren Bedeutung bewerten.

Hinweis:
  • Es können sich noch Änderungen im Lehrveranstaltungsangebot sowie bei Raum- und Terminbuchungen ergeben.
  • Bitte wählen Sie für das Lehrveranstaltungsangebot die Fakultät aus, der Ihre Studienrichtung zugeteilt ist.